Die Hesse 'komme'!

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Die Hamburger Blues-Legende Abi Wallenstein kommt ebenfalls Ende Mai zur Musiknacht Repro: mso
 
Mit dabei: Die Musiker von Organ Explosion spielen Jazz auf Vintage-Instrumenten wie einer Hammond-B3-Orgel Repro: mso

Musiknacht am 21. Mai 2016 in Ahrensburg. Rodgau Monotones als Top Act

Von Michael Schlosser
Ahrensburg
Zum 10. Mal feiert Ahrensburg am 21. Mai 2016 die Musiknacht. Das Konzept ist einfach: Eine Karte, 18 Veranstaltungsorte und Musik in all ihren Facetten. Neben Größen wie Gottfried Böttger, Abi Wallenstein oder Georg Schroeter & Marc Breitfelder geben auch weniger bekannte Interpreten und Bands wie Organ Explosion oder Wellbad ihre musikalische Visitenkarte ab. Höhepunkt des Abends aber wird der Auftritt der Rodgau Monotones sein. Sie werden das Festival eröffnen. Bekannt ist die Band um Sänger Peter Osterwold (siehe Interview unten) mit Liedern wie „Erbame, die Hesse komme“ und „Volle Lotte“ geworden. Das war in den 80er-Jahren. Auch wenn es danach etwas ruhiger geworden ist, in ihrer Heimat sind die Monotones immer noch angesagt. Wie sehr diese Musik mitreißen kann, können die Besucher der Ahrensburger Musiknacht im Mai 2016 erleben. Karten für die Musiknacht sind unter anderem bei Holzland Wulf, der Galerie Faerber, der Buchhandlung Stojan und unter Musiknacht-Ahrensburg erhältlich. Sie kosten 25 Euro.

Karten gibt es ab sofort


Auch bei der Jubiläumsveranstaltung folgt das Festival dem bewährten Konzept. Die Konzerte finden an ungewöhnlichen Orten statt, im kommenden Jahr zum Beispiel bei Raumausstatter Uwe Reich. Organisatorin Felzitas Thunecke erwartet in der Zeit des Festivals von 18 bis 24 Uhr etwa 2.000 Besucher.

Interview: „Wir spielen bis zum bitteren Ende“, RM-Sänger Osterwold über Fans, Deutsch-Rock und das aktuelle Album

Wochenblatt: Die Rodgau Monotones im Norden. Ist das eher eine Ausnahme?
Peter Osterwold: In den 80er-Jahren waren wir öfter hier. Aber es hat schon nachgelassen. Es ist schon recht schwer für uns in den Clubs zu spielen. Aber deswegen freuen wir uns umso mehr, nach Ahrensburg zu kommen.

WB: Haben die Rodgau Monotones Fans im Norden?
Osterwold: Laut Facebook und dem Gästebuch auf unserer Homepage schon.

WB: Wenn man die Band als Mundart-Rocker bezeichnet, rümpft ihr dann die Nase?
Osterwold: Wir singen überwiegend hochdeutsch mit ein paar hessischen Sätzen drin. Das ist ja anders als bei BAP zum Beispiel, die ein, zwei Jahre vor uns angefangen haben. Ein komplettes Lied auf hessisch können wir ja gar nicht singen, denn wir haben ja teilweise norddeutsche Wurzeln.

WB: Als welche Art von Band seht ihr euch denn?
Osterwold: Ohne jemanden zu nahe treten zu wollen, glaube ich, sowas wie uns gibt es in Deutschland gar nicht mehr. Einerseits ist das ein tolles Gefühl, andererseits auch etwas schwierig, ins Radio reinzukommen.

WB: Sind deutsche Texte in der Musik wieder „in“?
Osterwold: Ja klar, man hört es ja. Ich denke schon, dass da wieder etwas nachkommt. Aber auch die 'älteren' Kollegen wie Udo Lindenberg sind nach wie vor Klasse. Wir haben übrigens früher mit Herbert Grönemeyer mal zusammen gespielt und damals mit ihm das erste Mal ‚Vollmond‘ live performt.

WB: Auf der neuen Platte „Genial“ ist auch Stefan Stoppok zu hören.
Osterwold: Wir haben ja gerne mal Gäste bei unseren Aufnahmen. Mit Stefan Stoppok haben wir vor zwei, drei Jahren losen Kontakt gehabt und der wurde im Rahmen der Produktion des neuen Albums intensiviert.

WB: Seit September ist euer 14. Album auf dem Markt. Seid ihr zufrieden damit?
Osterwold: Unsere Fans fragten schon seit einiger Zeit nach einer neuen Platte. Material war da, wir haben uns dann eine Deadline gesetzt. Dann wurde noch viel dran rumgeschraubt und nun ist es da. Ich finde es richtig gelungen, da ist alles drauf, was die Monotones so drauf haben – von einer Ballade bis hinzu Rocknummern.

WB: Von der Gründungsbesetzung sind noch alle Mitglieder dabei. Wie kommt sowas?
Osterwold: Ich glaube, wir lassen uns einfach gegenseitig in Ruhe und freuen uns, wenn wir uns treffen und machen gemeinsam Musik. Das ist wie eine alte Ehe, der Spruch stimmt schon. Wir spielen bis zum bitteren Ende. (Interview von Michael Schlosser)
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