Ein Jahr für einen Krimi

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Autorin Eva Almstädt Foto: Götz Sommer

Eva Almstädt liest am 12. März in Trittau aus ihrem neuen Buch „Ostseefeuer“

Von Manuela Keil
Trittau
Da war einmal der Traum einer Schülerin, später Romane zu schreiben. Dieser Traum wurde Wirklichkeit. Eva Almstädt verfasst seit 15 Jahren Krimis – ihr erster erschien 2004 und hieß „Kalter Grund“. Derzeit geht die Autorin auf Lesereise mit ihrem neuen Buch „Ostseefeuer“, in dem wieder die Lübecker Kommissarin Pia Korittki einen schwierigen Fall zu lösen hat. Eva Almstädt arbeitet bereits an ihrem elften Buch. Und die Ideen gehen der 47-jährigen, die in Hammoor lebt, nicht aus. Im Gegenteil. „Es kommen mir immer neue, oft sind es Kleinigkeiten, aus denen sie entstehen wie ein Ort oder eine Begebenheit. Dann stelle ich mir diese Dinge vor, füge weitere hinzu, und langsam entsteht daraus eine Geschichte.“

Genaue Recherche



Diese sind immer spannend und überdies genau und gut recherchiert. Denn Eva Almstädt schreibt nicht nur ihren Text. Sie fährt zuvor an die Orte und Städte, schaut sich um, geht in die Kneipe oder die Kirche und auf den Spielplatz dort.
„Krimileser sind zum Glück Vielleser, aber man darf sie auch nicht unterschätzen. Viele wissen viel“, sagt die Autorin, die nach einer handwerklichen Ausbildung Innenarchitektur in Hannover studierte. Deshalb scheut sie sich auch nicht, bei der Polizei nachzufragen und war sogar in der Hamburger Gerichtsmedizin. „Das war sehr beeindruckend und rückt auch einige Dinge im eigenen Leben zurecht. Denn man erlebt hautnah, wie vergänglich Leben sein kann.“
Etwa ein Jahr dauert es, bis Almstädt einen Krimi fertig hat. Allein die Vorbereitung und Planung der Figuren, der Geschichte des Verbrechens braucht zwei Monate. Dafür legt sie einen genauen Stufenplan an, wann was geschieht und welche Person wann zum ersten Mal im Buch auftaucht. In zwölf Wochen schreibt sie danach die Rohfassung. Sehr diszipliniert, täglich ab 8 Uhr bis 13 Uhr, dann folgt eine Pause. Am Nachmittag geht es weiter. „Wie ein Bürojob“, sagt Eva Almstädt lachend. Für das mehrfache Überarbeiten des Textes und die Korrektur benötige sie etwa weitere fünf bis sieben Monate. Wer ihr bei ihrem neuesten Abenteuer zuhören möchte, hat jetzt Gelegenheit dazu.

Lesungen am 12. März, 19.30 Uhr in Trittau, Historische Wassermühle (Am Mühlenteich 3) sowie am 18. März um 19.30 Uhr im Bürgerhaus Timmerhorn, Heideweg 2, Eintritt: jeweils 8 Euro.
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