„Kultur in Stormarn nach vorn gebracht“

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Dr. Katharina Schlüter, Dr. Martin Lüdiger und Klaus Plöger (v.l.) in der Ausstellung im Marstall Foto: oj

Die Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn zieht Bilanz für das abgelaufene Jahr

Von Olaf Jenjahn
Ahrensburg
Gewohnt locker und redselig zog Stormarns scheidender Landrat Klaus Plöger (SPD) Bilanz im Rahmen seiner Tätigkeit als Vorstand der Sparkassen-Kulturstiftung Storman. Nach 18 Jahren als Landrat wird er sein Amt im April an den bisherigen Bargteheider Bürgermeister Henning Görtz übergeben. „In den 18 Jahren haben wir die Kultur in Stormarn nach vorn gebracht“, ist sich Plöger sicher. Kultur sei ein Standortvorteil, „da kann man nichts falsch machen“, sagt er. In den „Zwischentönen“ ist durchaus herauszuhören, dass er sich wünschen würde, der künftige Landrat sei der Kultur und der Kunst ebenso zugeneigt. Die Kunststätten der Stiftung, dies sind der Marstall in Ahrensburg, die Wassermühle in Trittau und auch das Schloss in Reinbek, werden insgesamt gut bespielt. „Bad Oldesloe bekommt ein neues Kulturzentrum, da muss die Stadt
sehen, was passiert. Es ist nicht vorrangiges Ziel der Sparkassen-Stiftung, das Zentrum zu bespielen“, so Plöger. „Wir wollen stärken, was vorhanden ist“, sagt Dr. Katharina Schlüter, Leiterin Kunst und Kultur bei der Stiftung. Die Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn schüttete im vergangenen Jahr 526.000 Euro aus, allein 357.000 Euro entfielen dabei auf die Bereiche Kunst und Kultur. Für insgesamt 10.000 Euro wurde Kunst angeschafft, die hauptsächlich in der Galerie der Bad Oldesloer Sparkasse zu sehen ist. Beliebteste Ausstellung war die Schau „Von Wörtern und Räumen“, die die Trittauer Stipendiatin Hannah Rath im Ahrensburger Marstall präsentierte. „Wir hatten hier bis zu 50 Besucher pro Ausstellungstag“, zeigte sich Katharina Schlüter erfreut. Doch diese nackte Zahl brachte die ewige Diskussion wieder in Gang, was Kunst wert sei und ob sie an Besucherzahlen gemessen werden soll. „Nicht jede Ausstellung lockt große Besucherzahlen an, wenn zeitgenössische Kunst gezeigt wird. Das darf man mit Hamburg nicht vergleichen“, gibt Katharina Schlüter vor. Und weiter: „Wir müssen sehen, dass wir nicht zu viele Hemmschwellen einbauen und nur für das Fachpublikum da sind.“ Auf eine Erhöhung der Qualität setzt auch Dr. Martin Lüdiger, stellvertretender Vorsitzender der Stiftung: „Mehr Qualität bringt auch höhere Besucherzahlen. Wir müssen ein Image aufbauen, ein breiteres Publikum ansprechen, um zum Beispiel Leute aus Hamburg herzulocken“. Doch auch in die „Nachwuchsgewinnung“ investiert die Sparkassen-Kulturstiftung. Das Kinderatelier wird in diesem Jahr zweimal in Ahrensburg (Marstall und Atelier Mamülei) und in Trittau (Wassermühle) angeboten und durchgeführt. „Zu jedem Termin können wir immer knapp zehn Kinder begrüßen“, weiß Katharina Schlüter. Die Themen werden an die jeweilig gezeigte Ausstellung angelehnt, nach einer kurzen Einführung arbeiten die Kinder dann selbstständig. „Auch mit den Schulen Stormarns streben wir eine Zusammenarbeit an und wollen den Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Kunst und Kultur vermitteln“, meint Katharina Schlüter abschließend.
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