Old Shatterhands neue Heimat

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Schauspieler Till Demtrøder gibt in Bad Segeberg den Old Shatterhand Foto: Harland

Schauspieler Till Demtrøder lebt in Stormarn

Großhansdorf/Bad Segeberg Sein Old Shatterhand-Debüt fiel dank Starkregens ins Wasser, aber Till Demtrøder behielt seinen Sinn für Humor. „Wir wären fast im Silbersee ertrunken“, scherzte der Schauspieler nach der „Schatz im Silbersee“-Premiere kürzlich am Segeberger Kalkberg. Zum ersten Mal in der 62-jährigen Geschichte der Karl-May-Spiele musste eine Premierenvorstellung abgebrochen werden. Überspülte Spielflächen und Zuschauerränge ließen den Veranstaltern keine Wahl. Demtrøder trägt es mit Fassung: „Ich habe noch knapp 70 Vorstellungen vor mir. Genug Gelegenheit, um zu zeigen, was wir wochenlang geprobt haben.“ Das Publikum darf den 49-Jährigen, der mit seiner Familie seit vergangenem Jahr nahe Großhansdorf lebt, neu entdecken. Als Zivilfahnder im „Großstadtrevier“, Familienvater in „Verbotene Liebe“ oder Rechtsanwalt in „Der Landarzt“ waren bisher andere als seine reiterlichen Qualitäten gefragt. Dabei ist der gebürtige Hamburger ein passionierter Reiter, der auf seinem Hof auch zwei Pferde hält. „Allerdings ist das Western-Reiten für mich ungewohnt, das geht ganz schön ins Kreuz“, räumt er ein. Für ihn erfüllt sich mit der Rolle des Old Shatterhand ein Kindheitstraum: „Ich bin in den vergangenen 15 Jahren so oft angefragt worden für diese Rolle, endlich hatte ich Zeit dafür“, freut sich der Vater dreier Töchter, der häufig als Besucher auf den Rängen des Kalkbergstadions saß.
Nach den langen Tagen als bleichgesichtiger Freund von Winnetou bleibt dem Architektensohn kaum Zeit für seine andere große Leidenschaft, das Restaurieren. Der Stormarner Bauernhof ist bereits sein viertes Heim, dass er in Eigenregie restauriert. „Ich liebe alte Substanz und erhalte sie gern. In Abrisshäusern finde ich gelegentlich herrliche alte Fußböden zur Weiterverwendung.“ Bevor Demtrøder vormittags zu den Proben nach Bad Segeberg aufbricht, muss er sich noch um sein zweites Standbein kümmern, eine Event-Agentur. Was für ihn als Jagdherr kleiner, unblutiger Schleppjagden begann, ist heute ein Unternehmen, das von Firmenevents über Hochzeiten bis zum Schlittenhunderennen von Tirol verschiedenste Veranstaltungen organisiert. „Das ist mein Ventil, um überschüssige Kreativität und Phantasie in tolle Projekte umzusetzen“, sagt er. Und das zur Freude vieler. Denn ein Großteil seiner Erlöse aus Promi-Events fließt in die Welthungerhilfe. Für sein Engagement wurde Demtrøder 2014 sogar ausgezeichnet. (pso)
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