Spanische Klänge mit deutscher Sprache

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Thilo Martinho spielt Gitarre und singt Foto: wb

Singer-Songwriter Thilo Martinho am 6. März in der Wassermühle

Trittau Der Singer-Songwriter Thilo Martinho kommt zu einem Konzert nach Trittau. Seine Musik hat ihre Wurzeln im Süden, in Andalusien, wo er viele Jahre als Flamenco-Gitarrist tätig war und lebte. Auch Brasilien war eine Station seiner musikalischen Reise.
Das Musizieren wurde Martinho quasi in die Wiege gelegt. Seine Mutter war eine bekannte Konzertsängerin. Im Alter von sieben Jahren fing er dann an, Klavier zu spielen, mit 14 Jahren Bass und später Schlagzeug. Als er 19 Jahre alt war, schenkte ihm ein Freund eine Gitarre.
Drei Jahre später gab er erste Konzerte als Gitarrist. Schon wenig später war Thilo in der deutschen und europäischen Clubszene unterwegs, hatte erste Auftritte auf Folk-Festivals und schließlich 80 bis 100 Konzerte im Jahr. Er galt als begnadeter und virtuoser Gitarrist. Doch dann erkrankte der Musiker. Nach einer Gehirnblutung und folgender Operation lag er lange im Krankenhaus und saß anschließend halbseitig gelähmt im Rollstuhl und verlor die Motorik seiner rechten Körperhälfte.
Alles, was ihm damals blieb, war die Stimme. Die allerdings wollte noch entdeckt werden. Auf der Suche nach neuen Wegen begann er dann zu singen.
Zunächst widmete er sich intensiv dem Bossa-Nova, begann nebenher mit dem Schreiben englischsprachiger Songs und kam dann nach langer Reise und Suche da an, wo er heute ist. Als Sänger und Gitarrist mit einer unverwechselbaren, einzigartigen Stimme, als Songschreiber der seine ebenfalls ganz ureigenen und ausdrucksstarken Texte, die er mit einer vielfarbigen Liaison aus Brasil-, Latin- und Worldmelodien verbindet.
In seinen Songs geht es um Liebe und Sehnsucht, Suchen und Finden, um die Weisheit der Kinder am Meer. Es geht um Krieg und Frieden, Reise und Rückkehr und um Unerreichbarkeit und Nähe. Es geht um Wahrheit und Unsinn, das Weglaufen vor sich und dem Leben und auch das Ankommen. Und es geht um Sinnlichkeit und Zartheit, um Liebe und Schönheit, um Hafenkneipen, Fernweh und dann immer wieder auch um die Liebe ...

Geschichten zwischen Wahrheit und Märchen


Seine Konzerte moderiert Martinho stets selbst, so füllt er die Pausen zwischen seinen Songs mit Geschichten, die zwischen Wahrheit und Märchen, voll blühender Fantasie und schrägstem Humor angesiedelt sind. Seine Lieder singt er mittlerweile wieder in deutscher Sprache.
Für seine Kompositionen und Auftritte wurde der Musiker mit zahlreichen Preisen geehrt, unter anderem beim „Unisong“ in Los Angeles oder dem „John Lennon Songwriting Contest“ in New York. (wb)

Am Freitag, 6. März, tritt er um 20 Uhr in der Wassermühle, Am Mühlenteich 3, auf. Karten kosten 15 Euro und sind unter anderem in der Bücherecke Hagedorn (Bahnhofstraße 7) oder im Buchladen Anja Wenck (Poststraße 31) erhältlich.
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