Witwer, 80 Jahre alt, verliebt

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Ulrike Busch mit ihrem ersten Buch Foto: M. Keil

Autorin Ulrike Busch liest am 19. Januar aus ihrem Roman

Großhansdorf Kann ich noch einmal eine neue Partnerschaft wagen? Das fragen sich viele Menschen. In fast jedem Alter. Aber auch mit 80 Jahren? Die Autorin Ulrike Busch wagt sich in ihrem Roman ‚Himmelhochjauchzendhellblau‘ mit Humor und auf eine feinfühlende Art an dieses Thema und macht Mut – auch jüngeren Menschen. Überdies macht der Untertitel „Turbulenter Liebesroman, freigegeben ab 45 Jahren“ neugierig.
Ihr Roman erzählt die Geschichte des 80 Jahre alten Witwers Georg ‚Schorschi‘ Scholz. Nach einem Sturz in seinem Haus wird er von seinen Söhnen zum Umzug in eine Seniorenresidenz gedrängt.

Gespräche mit Senioren


Der alte Mann durchlebt Wut, Trauer und Skepsis, willigt aber schließlich doch ein, sein Haus aufzugeben und umzuziehen. Nach einigen Turbulenzen, bei denen vor allem die Nachbarinnen in der Residenz und die erwachsenen Kinder des Witwers eine wichtige Rolle spielen, wartet sogar ein neues Liebesglück auf ihn. Ulrike Busch hat selbst Erfahrungen über das Zusammenleben alter Menschen gesammelt.
„Während der Jahre, die meine Mutter in einer Seniorenwohnanlage in Großhansdorf verbrachte, habe ich viel über die Lebensvorstellungen und Wünsche älterer Menschen gelernt“, sagt die Autorin, die zunächst Sprachwissenschaften studierte, danach als Technische Redakteurin 19 Jahre lang in einem IT-Unternehmen fest angestellt war und sich 2003 schließlich als Texterin und Autorin selbstständig machte. Ulrike Busch absolvierte zudem eine Ausbildung zur ehrenamtlichen Lebens- und Sterbebegleiterin.
Und sie sprach mit vielen alten Menschen. „Ich erfuhr dabei leider auch, wie verständnislos Angehörige, Freunde und Nachbarn manchmal reagieren, wenn sich in fortgeschrittenem Alter eine neue Partnerschaft anbahnt“, sagt Ulrike Busch. Außerdem bekam sie die vielen Vorurteile der Menschen mit, die diese gegenüber Einrichtungen haben, die sie als Altenheim alle über einen Kamm scheren.

Leben im Heim als neuen Lebensabschnitt


Der 250 Seiten lange Roman zeigt außerdem: Der Umzug im Alter und das Leben in einer seniorengerechten Umgebung bedeutet noch lange nicht das Ende des Lebens.
„Wenn die Gesundheit mitspielt“, sagt Ulrike Busch, „ist ein Neuanfang in jedem Alter möglich. Das Leben hält noch viele gute Überraschungen bereit – vielleicht sogar eine neue Partnerschaft.“
Eine der Hauptpersonen kann am Ende des Romans zufrieden feststellen: „Das Glück fragt nicht nach dem Alter.“ Ulrike Busch hat mittlerweile bereits ihr zweites Buch fertig und arbeitet an ihrem dritten. „Es wird diesmal ein Psycho-Krimi, der sich um vier Paare dreht. Es gibt darin auch nicht gleich einen Mord. Denn mich interessiert vielmehr, wie es dazu zwischen Menschen kommen kann.“ (mk)

Am Montag, 19. Januar 2015 liest Ulrike Busch ab 16 Uhr im Rosenhof Großhansdorf 1 (Hoisdorfer Landstraße 61) aus ihrem ersten Roman „Himmelhochjauzendhellblau“.

Anmeldung erbeten unter 04102/ 69 86 0.
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