250 Zuhörer in der Schlosskirche

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Propst Hans-Jürgen Buhl (v.r.), Pastorin Anja Botta und Norman Christiansen stellten sich den Fragen der Gemeinde, Dorothea Thie führte Protokoll. Foto: hs

Gemeindeversammlung: Probst Buhl stellt sich den Fragen der Bürger

Von Halina Schmidt
Ahrensburg. Fehlende Kommunikation und Transparenz, vordemokratische Strukturen und eine fehlgeleitete Informationspolitik: Das waren die Vorwürfe, denen der Kirchengemeinderat der evangelischen Gemeinde in den vergangenen Wochen ausgesetzt war.
Auslöser war der Beschluss des Verkaufs des Gemeindehauses und des Pastorats der St. Johanneskirche. Der Grund: Der Gemeinde fehlt Geld, eine Summe in sechsstellig Höhe. Innerhalb kürzester Zeit sammelten die Kritiker dieser Entscheidung 700 Unterschriften, eine außerordentliche Gemeindeversammlung sollte einberufen werden.
Vergangenen Sonntag stellten sich Propst Hans-Jürgen Buhl, Pastorin Anja Botta und Norman Christiansen, stellvertretender Vorsitzender des Kirchengemeinderates, in der Schlosskirche den Fragen der Gemeindemitglieder. 250 Gäste hatten sich eingefunden, um unter der Leitung von Propst Hans-Jürgen Buhl mit den Vertretern der Kirche zu diskutieren. Einen versöhnlichen Ton schlug Probst Buhl in seiner Ansprache an, betonte die Möglichkeit zur Kommunikation im Rahmen der Veranstaltung und verteidigte das Verhalten des Kirchenvorstandes.
„Bei unserer Arbeit haben wir es häufig mit Interessen- und Loyalitätskonflikten zu tun. Wir sind alle Menschen und fehlbar“, sagte er.
Ahrensburg. Probst Buhl und Vertreter der Gemeinde stellten sich am vergangenen Wochenende den Fragen der Gemeindemitglieder. Den Beschluss das Gemeindehaus zu verkaufen, begründete Buhl mit der Notwenigkeit, keine Haushaltssperre für das Jahr 2013 durch den Kirchenkreis in Kauf nehmen zu müssen.
„Ich fordere das Recht auf Information und ich fordere das Recht auf Mitbestimmung“, erklärte Hans-Peter Hansen, der seit Jahren als Architekt für die Kirchengemeinde tätig. Und Cordula Dörmann klagte: „Es ist ein tiefer Graben entstanden, zwischen uns Gemeindemitgliedern und den Pastoren.“ Gemeinsamer Tenor vieler Wortmeldungen war der Wunsch, über die Entscheidungen des Kirchenvorstands rechtzeitig informiert und vom Kirchengremium auch angehört zu werden. Norman Christiansen sagte: „Ich finde es sehr gut, wie offen und transparent wir hier miteinander sprechen.“ (hs)
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