Ab ins Körbchen!

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Auf einem alten Hochspannungsmast haben Weißstörche eine neue Bleibe gefunden Foto: jae

Wie Nienwohlder „ihren“ Störchen beim Nestbau helfen

Von Hans-Eckart Jaeger
Nienwohld
„Ich bin total glücklich, dass nach so vielen Jahren auch mal wieder ein Storchenpaar in unserem Ort ein neues Zuhause gefunden hat“, sagt Birgit Jessen. Die Hausfrau aus Nienwohld schaut täglich nach den Afrika-Heimkehrern, die am Rande eines Rapsfeldes in der Schulstraße auf einem Hochspannungsmast ihr Nest gefunden haben.
Birgit Jessen hat die Weißstörche entdeckt, als sie vor knapp zwei Wochen mit ihrem Hund spazieren ging. „Sie haben mir leidgetan. Es war ziemlich kalt, sie saßen frierend auf einem Querbalken und schauten sich nach einer Bleibe um“, erzählt sie. Thomas Manke, Bürgermeister der 470-Einwohner-Gemeinde und Mitglied der Feuerwehr, setzte sich mit NABU-Storchenschutzbetreuer Andreas Hack in Sprenge in Verbindung und holte am nächsten Morgen bei ihm einen Nistkorb ab. Um 18 Uhr war der dank weiterer fleißiger Helfer oben auf dem Mast installiert. Ein Anruf bei Stromversorger E.ON brachte Erleichterung: Die Hochspannungsleitung ist „tot“, den Störchen kann nichts passieren. Stunden später machte es sich Familie Adebar im Nest bequem. Nun kann der Nachwuchs kommen.
In Stormarn sind vor einigen Tagen die letzten Störche aus ihrem Winterquartier in Afrika eingetroffen. Das Vorjahrs-Rekordergebnis von 30 Paaren konnte nicht erreicht werden, Andreas Hack zählt 25 Paare und damit immer noch das zweitbeste Ergebnis seit 1971.
Bis auf die Nester in Delingsdorf, Rohlfshagen und Jersbek sind alle wieder besetzt worden. Die Gemeinde Bargfeld-Stegen meldete wieder sechs „volle“ Nester und wird damit seinem neuen Titel als zweites Storchendorf in Schleswig-Holstein gerecht.
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