Abstimmung in Kürze

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Das Schützenfest am alten Standort mit den Volksfestbuden und im Hintergrund das Festzelt. Foto: Norbert Weber

Es tut sich was in Sachen Schützenplatz

Von Birgit Maurer
Trittau. Seit vier Jahren ist der Schützenplatz heiß diskutiertes Thema in der Gemeinde. Jetzt ist die Rede von „vielversprechenden Gesprächen“ zwischen Schützen, Gemeinde und Investor. Die Warenhauskette Bartels-Langness (familia) plant, den Platz mit einem Fachmarktzentrum zu bebauen. Dem im Weg stand jedoch das grundbuchlich verbriefte Recht des Schützenvereins, dort einmal jährlich ein Schützenfest abhalten zu können.
Nun erwähnte Bürgermeister Walter Nussel erstmals einen Vertragsentwurf, bei dem es um die Verlegung des Schützenplatzes geht. Zudem sollen die „Belange des Vereins“ und die Einbindung der Schützenhalle berücksichtigt werden. Die Verhandlungen zwischen der Gemeinde und dem Investor führen die vom Vorstand des Schützenvereins beauftragten Mitglieder Heino Röper, 2. Beisitzer im Vorstand und zuständig für die Technik sowie Sportleiter Norbert Weber. „Über Vertragsinhalte sage ich noch nichts“ meinte Röper.
Eine ursprünglich öffentlich geplante Informationsveranstaltung im März wurde nach kontroverser Diskussion auf der Jahreshauptversammlung vergangenen Freitag in eine zunächst vereinsinterne Versammlung umgewandelt. Dadurch sei allen Mitgliedern die Möglichkeit gegeben, ohne Öffentlichkeit ihre Sorgen und Wünsche zu formulieren und abzuklären, so Norbert Weber.
„Es sind noch einige Punkte ungeklärt. Wir möchten ein schlüssiges Konzept vorlegen“, ergänzt Röper. Norbert Weber sieht in der Informationsveranstaltung mit anschließender Diskussion auch eine Chance, noch weitere Aspekte in den Vertrag mit aufzunehmen.
Seit Oktober soll der Verein mit der Gemeinde über den Umzug des Schützernfestes verhandeln, man werde erst abstimmen, wenn alles geklärt sei. Im Vorstand sei man sich zu 88 Prozent einig. Die Mehrheit ist den Veränderungen gegenüber positiv gestimmt.
Insofern erwarten die beiden Verhandlungsführer auch ein Abstimmungsergebnis zugunsten der Verlegung des Schützenplatzes. Der Vorsitzende des Vereins, Wolfgang Twesten, sieht die Lage anders: „Bis jetzt gilt der Stand von 2010. Da haben wir die Bebauung des Schützenplatzes abgelehnt“, sagt er und lässt durchblicken, dass er von dem Vertragsentwurf nicht viel hält. Heino Röper sieht in dem neuen Schützenplatz die Chance, die Schützenhalle günstiger an den Parkplatz anzubinden. Zudem spricht er von einem Investitionsstau im Verein, zum Beispiel muss die Schießanlage beseitigt werden.
Dafür könne dann eine noch nicht genannte Entschädigungssumme des Investors verwendet werden. „Entweder wir investieren oder es gibt uns irgendwann nicht mehr“, meint Röper. (bm)
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