Achtung, Wespe!

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Wer im Freien isst, sollte sorgsam darauf achten, was er in den Mund steckt. Im Moment gibt es viele Wespen Repro: cs

Warum die Insekten so zahlreich sind. Was man tun kann

Bargteheide Die Sonne lacht und wer kann, verlegt seine Aktivitäten ins Freie. Doch das warme und trockene Wetter erfreut nicht nur die Menschen, auch den Wespen kommt es sehr entgegen. Überall, wo Eis, Kuchen oder Grillwurst verspeist werden, ist ein Insekt im Anflug, oft auch mehrere. „Der August ist der klassische Wespenmonat“, sagt Carsten Pusch, Mitarbeiter beim NABU Schleswig-Holstein. „Dann sind immer besonders viele Tiere unterwegs.“
Dazu kommt, dass es durch die kühlen Temperaturen im ersten Halbjahr wenig Insekten gab. „Aktuell sind die Tiere in der Endphase ihres Nestbaus und benötigen für sich und ihren Nachwuchs eiweißreiches Futter“, so der Experte. Ist der Nachwuchs groß, müssen die Tiere für ihre Kraftreserven sorgen. „Dazu benötigen sie vor allem süße und energiereiche Nahrung“, so Pusch. Limonade, Gebäck oder Obst sind dann bei den schwarz-gelben Fliegern beliebt. Wespenvölker sind einjährig und nur wenige, starke Tiere überleben den Winter. Auch wenn wir die Wespen als lästig und aggressiv empfinden, der Mensch an sich ist für die Tiere vollkommen uninteressant. Vorsicht ist trotzdem geboten, gerade wenn man im Freien essen möchte. Carsten Pusch empfiehlt, auf keinen Fall nach den Tieren zu schlagen, um sie zu verscheuchen. Das könnte einen Angriff zur Folge haben. Wissenswert: „Viele der Wespen sind männlich und können gar nicht stechen“, erklärt Pusch. Leider sei dieser Unterschied für Laien nicht zu erkennen. Anders als Bienen können Wespen auch mehrfach zustechen, um sich zu verteidigen. Als Fleischfresser erledigen sie ihre Opfer in der Regel durch zu Tode stechen. „Wespen sind die Gesundheitspolizei in der Natur und daher nützlich“, sagt der Insektenfachmann und fügt hinzu: „Wenn die Wespen sich verabschieden, dann ist auch der Sommer vorbei.“ (cs)
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