Ahrensburg oder Delingsdorf?

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Noch fährt die Regionalbahn auf der Strecke von Bad Oldesloe nach Hamburg und zurück im Halbstundentakt, mit der neuen S4 könnte sich der Takt auf zehn Minuten verkürzenFotos: stb

Entscheidung über Haltepunkte der neuen S4 fällt im Oktober

Von Stella Bandemer
Ahrensburg. Der Schleswig-Holsteinische Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) besuchte vergangene Woche das Rathaus, um gemeinsam mit Hamburgs Verkehrssenator Frank Horch eine erste Kostenschätzung der S4 abzugeben. Etwa 630 Millionen Euro soll das Gemeinschaftsprojekt der beiden Länder und des Bundes kosten.
Eine weitere zentrale Frage: Wo soll neben den Haltepunkten am Ahrensburger Bahnhof und Gartenholz der neue S4-Haltepunkt errichtet werden? Delingsdorf und Ahrensburg-West stehen zur Disposition.
Entscheidung im Oktober
Für welche von den beiden Optionen sich die Planer entscheiden, werde sich jedoch erst nach der Kosten-Nutzen-Analyse bekannt gegeben. „Wir sind derzeit noch im Verfahren. Nach Abschluss der Vorentwurfsplanung im Oktober kann eine Entscheidung getroffen werden“, sagte Helma Krstanoski von der Hamburger Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation. Vorteil eines Halts Ahrensburg-West wäre die Verknüpfung an die U-Bahn, welche das Umsteigen wesentlich erleichtern würde. Allerdings sei der Bau dieser Station teuer und schwierig durchzuführen.
Delingsdorf hat mit 2000 Einwohnern großes Pendlerpotenzial. Zudem könnten auch Bargteheider, die an den Fischteichen wohnen, den Haltepunkt nutzen.
Delingsdorfs Haltepunkt soll zwischen der Straße Wiebüschen und Wiesenstraße auf einer Freifläche gebaut werden. Dadurch könnten 60 Parkplätze geschaffen werden. Ein großer Vorteil, da so mehr Halteflächen als bei der Ahrensburger Variante zur Verfügung stünden.
Lärmbelästigung
Auch dem Thema Lärmbelästigung, das bereits erste Anwohnerproteste auslöste, werde bei der Planung möglichst hohe Beachtung geschenkt. „Wir werden die zusätzliche Lärmbelästigung bewusst im Dialogprozess beteiligen“, versicherte Hamburgs Verkehrssenator Frank Horch (parteilos). In den Baumaßnahmen, die 2018 beginnen sollen, seien Maßnahmen in Form von Lärmschutzwänden vorgesehen.
Sollte der Bau der S4 realisiert werden, würde sich der Komfort für Bahnfahrer verbessern. Alle 10 Minuten fahre die S4 dann, während des Berufsverkehrs, zwischen Hamburg und Ahrensburg-Gartenholz – derzeit fährt die Regionalbahn im 30-Minuten-Takt. 2016 werde dann eine Entscheidung über die Realisierung des Projekts getroffen. 2024 könnte die S-Bahnlinie in Betrieb genommen werden.
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