Ahrensburg: Rathaus-Sanierung wird teurer

Anzeige
Kostet knapp zehn Millionen Euro: Die Sanierung des Rathauses in Ahrensburg Foto: Fischer

Stadt muss über zwei Millionen Euro mehr zahlen. Während der Bauarbeiten läuft der Betrieb weiter

Von Finn Fischer
Ahrensburg
Gerade im öffentlichen Bauwesen scheinen Baukosten immer wieder gerne im Laufe eines Projektes in die Höhe zu schießen. Das gilt nun auch für die Sanierung des Ahrensburger Rathauses, wie der Bauausschuss erfahren musste. Zunächst die gute Nachricht: Der Förderantrag wurde mittlerweile gestellt. Die Sanierung fällt in die Städtebauförderung, die von Land und Bund mit Geldern subventioniert wird. Die ursprünglich veranschlagte Summe von immerhin schon 7,6 Millionen Euro wird nicht ausreichen, um die umfangreichen Bauarbeiten auszuführen. Mehr als zwei Millionen Euro kommen hinzu – ohne das die Arbeiten schon angefangen hätten. Die Planung sei jetzt bei 9,8 Millionen Euro, informierte Ulrich Kewersun vom Bauamt die Ausschussmitglieder auf der letzten Sitzung.
Die Sanierung umfasst unter anderem die komplette Erneuerung der Elektronik und eine Neugestaltung des Vorplatzes. Hier soll die Pflasterung ausgetauscht werden. Vor allem im Inneren des denkmalgeschützten Gebäudes sollen auch bauliche Veränderungen vorgenommen werden. Ziel ist es, eine sinnvolle, räumlich-funktionale Neuordnung der im Rathaus tätigen Fachdienste zu erreichen. Das Konzept wurde von der BIG-Städtebau GmbH erstellt. Unter Einbeziehung der städtischen Mitarbeiter wurden die Bedarfe an Büroflächen auf Grundlage der Richtlinien für die Durchführung von Bauaufgaben des Bundes ermittelt. Insgesamt ergibt sich so ein errechneter Bedarf von exakt 2.377 Quadratmetern.
Im denkmalgeschützten Rathaus können die Dienststellen auf ca. 1.963 Quadratmetern Büroflächen untergebracht werden. Es verbleiben also rund 414 Quadratmeter reine Bürofläche (zuzüglich Nebenflächen wie Besprechungsräume, Teeküchen, Lager, WC-Anlagen und Flure und Sitzungsraum für die Gremien), die außerhalb des Bestandsgebäudes unterzubringen wären. Aktuell wurden Büros, unter anderem die Jugendhilfe, in Containern auf der rückseitigen Wiese untergebracht. Der beim Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten in Kiel gestellte Antrag dürfte frühstens in ein paar Monaten genehmigt werden, so die Schätzung von Ulrich Kewersun. Nach Bewilligung der Gelder folgt die Ausführungsplanung und Organisation des Ablaufs, anschließend der Start der Baumaßnahmen. Eine Besonderheit: Das Rathaus wird während der Baumaßnahmen nicht geschlossen. Die Arbeiten werden im laufenden Betrieb ausgeführt.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige