Aus für Handwerkshof?

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Chrisopher Kroschke, von der Christoph Kroschke GmbH, auf dem Gelände des Rohrbogenwerkes. Nun gibt es Unstimmigkeiten mit der Stadt über die Nutzung der Fläche. Foto: hs

Rohbogenwerk: Stadt und Investor uneins über Nutzung

Von Halina Schmidt
Ahrensburg. Es war fast zu einfach, um wahr zu sein. Das Rohrbogenwerk sollte neu aufblühen. Wohnungen, ein Handwerkshof und ein Kulturzentrum waren geplant. Politik, Verwaltung und der Investor schienen sich einig zu sein. Zunächst.
Vergangenen Mai erwarb die Christoph Kroschke GmbH das 14.000 Quadratmeter große Grundstück zwischen Brücken- und Bogenstraße. Erste Pläne sahen vier Neubauten vor, in deren unterem Teil Handwerkerbetriebe ein neues Zuhause finden sollten, in den oberen Stockwerken sollten Wohnungen entstehen. In der 2000 Quadratmeter großen Werkshalle war ein Kulturzentrum für Veranstaltungen und Konzerte geplant. Auch der Bau eines Kinos war im Gespräch.
Doch wie es jetzt scheint, wurden die nötigen Maßnahmen zur Finanzierung des Kulturzentrums nicht eindeutig geklärt. Nachdem per Aufstellungsbeschluss festgesetzt wurde, dass auf dem Gelände kein Einzelhandel angesiedelt werden darf, meldete sich der Investor zu Wort.
„Wenn eine kulturelle Nutzung stattfinden soll, muss sie finanziert werden“, erklärte Christopher Kroschke. Eine Möglichkeit hierfür sei die Ansiedlung von Einzelhandel auf dem Gelände.
Kroschke bestreitet, dass seine Sichtweise vorher der Stadt nicht bekannt gewesen sei. „Das sich Dinge geändert haben, ist nicht korrekt“, betonte er. Jetzt müsse man aber gemeinsam nach einer Lösung suchen.
Vor ein paar Tagen traf sich Kroschke mit Michael Sarach und Mitarbeitern der Verwaltung. Nach jahrelangem Leerstand hatte sich endlich ein Investor für das Gelände des ehemaligen Rohrbogenwerkes gefunden. Doch nun sind sich Stadt und Investor uneins über die Nutzung des Geländes. Man muss sich über Alternativen Gedanken machen, wir sind gegenüber allem offen“, sagt Christopher Kroschke.
Auch der Bau eines Kinos sei nach wie vor eine Option, dies müsste aber durch Einzelhandel gestützt werden, wie es sonst auch üblich sei. Eine schnelle Einigung in diesem Punkt scheint sich momentan nicht abzuzeichnen. Denn die Stadt lehnt die Ansiedlung von Einzelhandel kategorisch ab: „Vor dem Hintergrund des Einzelhandelsentwicklungskonzepts ist kein Einzelhandel zuzulassen“, erklärt Andreas Zimmermann von der Stadtverwaltung. Auch der Erhalt der Werkshalle, was laut den Plänen des Investors nicht gesichert ist, wird von der Politik gefordert.
„Das sind Fixpunkte, die nicht verhandelbar sind“, so Zimmermann. Der Investor müsse jetzt ein Konzept vorlegen, in das die Rahmenbedingungen integrierbar seien. (hs)
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