Baltikum per Rad

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Dierk Wohlert mit seinem Fahrrad in Ahrensburg Foto: stb

Dia-Vortrag im Peter-Rantzau-Haus

Ahrensburg Seit seiner Pensionierung im Jahr 2009 kann Dierk Wohlert sich endlich seine Reiseträume erfüllen. Zuerst pilgerte er über den Jakobsweg, 960 Kilometer von der französischen Grenze bis nach Santiago de Compostela, im Nordosten Spaniens. Dann plante er mit einem guten Freund eine Radtour über 1.900 Kilometer durch das Baltikum, Russland und Polen. Über seine Erlebnisse auf der Tour berichtet Wohlert am Montag, 24. August, 14.30 Uhr, im Peter-Rantzau-Haus (Manfred-Samusch-Straße). Eintritt: 3 Euro. Während der eineinhalbstündigen Präsentation wird der Weltenbummler auch Bilder zeigen.
Zuerst fuhren die zwei Freunde von Travemünde über Helsinki nach Tallin, dem Startpunkt ihrer Radtour. „Das war eine 30-stündige Schifffahrt“, sagt Wohlert. Vor allem der historische Stadtkern und die zu einem großen Teil erhaltene Stadtmauer Tallins beeindruckten ihn. Über teilweise unbefestigte Wege führte ihn seine Radtour an der Ostseeküste entlang, von Tallin über Riga, Liepaja, Memel, die Kurische Nehrung, Kaliningrad, Danzig, Usedom und Warnemünde bis nach Hamburg.

„Vor allem die Landschaft hat mich gereizt.“ Dierk Wohlert

„Vor allem die Landschaft hat mich gereizt“, meint der 66-Jährige. Bis zu 140 Kilometer legten sie an einem Tag zurück. „Nur bei Regen waren es dann mal weniger, nur so 90 Kilometer“, sagt der Ahrensburger. Drei Wochen lang dauerte die Tour, die Dierk Wohlert ab Danzig alleine zurücklegte. „Teilweise ging es durch Wälder, weit und breit war niemand“, erinnert er sich. Übernachtet hat das Zweierteam in Pensionen und bei Privatleuten. „Die Gastfreundschaft, die wir bei einer deutschen Familie genossen, war fantastisch“, meint Wohlert.
Mit historischen Fakten und selbstrecherchiertem Hintergrundwissen reichert Dierk Wohlert seine eigenen Erlebnisse in seinem Vortrag an. Beispielsweise über die Halbinsel Westerplatte bei Danzig, deren Beschuss durch die Deutsche Kriegsmarine am 1. September 1939 den Zweiten Weltkrieg auslöste.
Landschaftlich blieb ihm auch die 60 Meter hohe Düne in Nidden (Litauen) in Erinnerung. Aber auch die im Jahr 1274 erbaute Marienburg in Malbork (Polen), die als eine der größten Festungen Europas gilt, werde er nicht vergessen. Dierk Wohlert war lange Zeit im Polizeidienst in Hamburg tätig. Mit seiner Frau lebt er seit über 40 Jahren in Ahrensburg. (stb)

Weitere Infos: Peter-Rantzau-Haus
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