Bargfeld-Stegen soll beim „MarktTreff“ mitreden

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Das Grundstück am Dorfteich wäre ein idealer Standort für einen „MarktTreff“ Foto: cs

Bürgerbeteiligung für neues Konzept zur Grundversorgung der Bewohner geplant

Von Christina Schlie
Bargfeld-Stegen
Den Ortskern beleben und die Lücke in der Nahversorgung schließen, das ist das erklärte Ziel der Gemeinde Bargfeld-Stegen. Das Konzept „MarktTreff“ des Landes Schleswig-Holstein fördert genau diese Idee. Am Montag, 7. November, um 19.30 Uhr, findet im „Lieblings“ (Waldweg 6) die erste „Offene Bürgerwerkstatt“ statt, bei der jeder Bargfelder seine Ideen einbringen kann. „Wir haben mit dem Dorfteich eine ansprechende Mitte geschaffen. Was uns fehlt ist ein Supermarkt und ein Treffpunkt“, sagt Bürgermeister Andreas Gerckens (CDU). Ein „MarktTreff“, der ähnlich wie ein Tante-Emma-Laden der Grundversorgung und der Kommunikation dient, wäre die ideale Lösung. Das Land fördert diese Idee mit bis zu 750.000 Euro. Allerdings unterliegt das Konzept strikten Auflagen, wie beispielsweise eine Beschränkung auf Orte mit bis zu 2.500 Einwohnern. Bargfeld-Stegen nähert sich der 3.000 Einwohner Grenze. „Gespräche mit dem Land haben ergeben, dass die Grenze gelockert wird“, so der Bürgermeister optimistisch. Auch dürfe es keine unmittelbare Konkurrenz zu anderen Lebensmittelanbietern geben.

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In Bargfeld-Stegen sind die nächsten Einkaufsmöglichkeiten jedoch mindestens acht Kilometer entfernt. „Im Wesentlichen erfüllen wir alle Kriterien. Ein Standortcheck hat das bestätigt“, sagt Andres Gerckens. Denkbar wäre ein kleiner Lebensmittelladen mit Bäcker, Post oder Blumenmarkt. Vor zwei Jahren hatte der Supermarkt im Ort geschlossen, seitdem steht das Gebäude leer. Mit einer Veränderungssperre hat die Gemeinde festgelegt, dass das Grundstück ausschließlich für einen Lebensmittelmarkt genutzt werden dürfe. „Der Wunsch nach einer Grundversorgung mit kommunikativen Mitte wird immer lauter. Gerade ältere Menschen suchen einen Treffpunkt“, sagt der Bürgermeister. Man stehe mit dem Eigentümer des 12.000 Quadratmeter großen Grundstückes in Kontakt. Ein möglicher Kaufpreis müsse jedoch angemessen sein. Ein „MarktTreff“ muss sich tragen und darf nicht zu einer Dauersubvention werden, so der Bürgermeister.

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