Barrierefreier Ortskern

Anzeige
Bürgermeister Sarach (2.v.l.) mit Behinderten beim Rundgang durch die Innenstadt Foto: fnf

Innenstadtplaner bitten Ahrensburger um Hinweise. Konzept 2016 erwartet

Von Finn Fischer
Ahrensburg
Wie barrierfrei ist die Schlossstadt? Damit beschäftigen sich derzeit die mit der Umsetzung des Innenstadtkonzeptes beauftragten Planungsbüros „Raum + Prozess“ sowie „Hunck + Lorenz Freiraumplanung“. Bei einem Spaziergang am vergangenen Wochenende mit der Stadtverwaltung und Mitgliedern des Stadtforums durch die Fußgängerzone machten sich die Stadtplaner mit Menschen mit körperlichen Behinderungen, auf die Suche nach Unwägbarkeiten, die im Rahmen des neuen Konzeptes behoben werden sollten.
„Ich finde es eine gute Sache, sich das aus einer anderen Perspektive anzuschauen. Ich kann hier langgehen und aus meinem Blickwinkel schauen. Aber wenn man keine Betroffenen dabei hat, die das täglich erleben, sieht man manche Probleme nicht“, stellte Bürgermeister Michael Sarach bei dem Rundgang fest. Das Planungsbüro hatte die Idee zu einem Infostand am Verkaufsoffenen Sonntag, bei dem sich Menschen – ob mit oder ohne Handicap, über das Thema informieren konnten. Nach der Veranstaltung waren die Stadtplaner um einige Erkenntnisse reicher.
„Die Leute kommen mit sehr konkreten Anliegen an unseren Stand. Da heißt es dann: dort in der Straße ist der Bordstein zu hoch oder das Pflaster ist nicht befahrbar mit Rollstühlen oder Rollatoren“, bilanziert Mone Böcker, Mitarbeiterin des Planungsteams. Die Resonanz sei gut gewesen. Oft werde das Thema ‚Pflasterung der Plätze und Innenstadt‘ angesprochen, ergänzt Clara Hirsch (15), die bei „Raum und Prozess“ aushilft. Und weiter: „Wir haben einen speziellen Tisch für Kinder und Jugendliche eingerichtet, die sich zu dem Thema informieren wollen.“
Aber vor allem waren es Senioren, die viele Anregungen beizutragen hatten. Probleme bringen nicht nur bauliche Gegenbenheiten, wie sich zeigte.
„Ich finde, dass zu oft Autos auf den Gehwegen und an Überwegen der Straßen parken. Wenn man schlecht zu Fuß ist oder schlecht sieht, kommt man da gar nicht richtig durch“, merkte die Ahrensburgerin Irmgard Vogel an. Klaus Petersen hatte die Idee, dass man auch Warnschilder für Skater und junge Radfahrer aufstellen könnte: „Manchmal hilft schon mehr Rücksicht“, meint der Ahrensburger. Das Konzept soll 2016 fertig sein.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige