Baustopp an der K32

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Die Baustelle am Ortseingang zu Trittau ist verlassen. Wann die Arbeiten fortgesetzt werden ist unklar Foto: awi

Behörde trennt sich von Firma. Arbeiten unterbrochen

Von Andreas Willkomm
Trittau
Der Ausbau der Kreisstraße 32 zwischen Trittau und Grönwohld wurde gestoppt. Der Landesbetrieb Verkehr (LBV) hat sich mitten in der Bauphase der K32-Brücke über die Obek von der ausführenden Baufirma getrennt. Eine Neuauschreibung läuft derzeit. Die Maßnahme musste nach Auskunft des LBV kurzfristig getroffen werden, um größere Verzögerungen zu verhindern. „Der Auftragnehmer hat eine ihm gesetzte Frist zur Benennung eines verbindlichen Liefertermins für das Wellstahlrohr zur Sicherstellung der Querung der Obek verstreichen lassen. Eine Nachfrage bei dem Hersteller des Wellstahlrohres ergab, dass dieser mit der Fertigung vom Auftragnehmer noch nicht beauftragt wurde und somit mit den Arbeiten noch nicht begonnen hatte. Um die Gesamtfertigstellung der Maßnahmen im November nicht zu gefährden, insbesondere aber den Zwischentermin zur Fertigstellung der Obekquerung zu gewährleisten, hat der LBV-SH als Auftraggeber das Vertragsverhältnis beendet und die Fertigung des Wellstahlrohres beim Hersteller direkt ausgelöst“, teilte Jens Sommerburg, Leiter des LBV-SH in Lübeck, mit. Hierdurch soll die rechtzeitige Fertigstellung der Obekquerung ermöglicht werden, so dass das nächste für die Bauzeit bedeutende Baulos der Erneuerung der Brücke über den Mühlenbach nicht gefährdet ist. Sommerburg ist zuversichtlich, dass in Kürze an der K32 zwischen Grönwohld und Trittau weitergebaut wird. Auch das Ziel, bis zum November weitestgehend fertig zu sein, hält er nach wie vor für realistisch.
Da es für den zweiten Bauabschnitt und die Brücke über Mühlenbach bereits eine zweite ausführende Firma gibt, muss hier nicht neu geplant werden. Sobald das nun bestellte Wellstahlrohr eingebaut ist, kann die Brücke über die Obek fertiggestellt und die K32 dann bis zum zweiten Bauabschnitt, aus Richtung Grönwohld von den Baufahrzeugen erreicht werden.

Müllabfuhr kann Gebiet nicht anfahren


Für die Gemeinde Trittau hat die Bauverzögerung erst einmal keine Auswirkungen. „Es handelt sich um eine Kreisstraße und für den Bau ist einzig der Kreis verantwortlich. Dieser ist zuversichtlich, seine Zeiten einhalten zu können, damit hat diese unerwartete Maßnahme auf Trittauer Belange keine Auswirkungen“, meint der Bauausschussvorsitzende Jens Hoffmann. Auch Peter Lange, derzeit amtierender Bürgermeister, weil Oliver Mesch im Urlaub ist, sagt: „Mir sind für die Gemeinde Trittau keine Nachteile bekannt, allerdings haben sich Anwohner der Bunsenstraße beschwert, dass die Müllabfuhr nicht mehr zu ihnen durchfährt und sie die Mülltonnen gut 200 Meter weit zur Straße bringen müssen. Vor allem für die teilweise über 80-jährigen Anwohner keine schöne Sache, die sich nun noch weiter hinauszögern kann.“ Wie Olaf Stötefalke, Leiter der Unternehmenskommunikation und Kundenservice der zuständigen Abfallwirtschaft Südholstein (AWSH) mitteilte, ist das Problem in der Bunsenstraße bekannt, die Müllfahrzeuge könnten dort aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen allerdings nicht rückwärtsfahren. „Wir kümmern uns aber darum. Häufig sind die Baufirmen vertraglich verpflichtet, in solchen Fällen die Mülltonnen zu den Abholorten zu bringen“, sagte Stötefalke. Wie das in der Zeit geregelt wird, in der die Bauarbeiten ruhen, wird derzeit geklärt.
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