Beitrag zur Integration

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Bürgermeister Horst Ansén (v.l.), Mitbegründerin Angelika Schmidt und Bürgervorsteherin Ingeborg Reckling sowie weitere Mitstreiterinnen des Vereins vorm Gemeinschaftshaus

Ammersbekerinnen wollen sich um Flüchtlinge kümmern

Von Stella Bandemer
Ammersbek. Sie müssen ihre Heimat in Afghanistan oder Syrien verlassen, weil ein Leben dort nicht mehr möglich ist. Viele Flüchtlinge kommen auch in diesem Jahr nach Stormarn. Da sie aber oft weder unser Land noch die deutsche Sprache kennen, sind sie auf Hilfe angewiesen. Viele Städte und Gemeinden können diese Aufgabe nicht alleine bewältigen und freuen sich daher über Hilfe von Freiwilligen.

Das Einleben erleichtern

Angelika Schmidt und drei weitere Ammersbekerinnen wollen helfen, Schutz suchenden Menschen, das Einleben in ihrer Gemeinde zu erleichtern. Dazu haben sie den „Ammersbeker Freundeskreis für Asylbewerber“ gegründet. Geplant sind regelmäßige Teestuben-Treffen und Deutschunterricht. Einige Ehrenamtler wollen die Asylsuchenden auch zu Ämtern begleiten und Wohnraum vermitteln.
Was ihnen vor allem wichtig ist: Mit der Initiative wollen sie „ein gutes Miteinander in der Gemeinde sicherstellen“. Seit 20 Jahren sei die Zahl der Flüchtlinge in Ammersbek erstmals wieder gestiegen. Die seit Ende Januar bestehende Initiative hat bereits großen Zulauf erhalten. Aktuell verzeichnet der offene, überparteiliche Kreis bereits über zehn aktive Mitglieder. Tendenz steigend.

„Der Freundeskreis tut weit mehr als eine bloße Willkommenskultur zu schaffen“
Bürgermeister Horst Ansén

„Der Freundeskreis tut weit mehr als eine bloße Willkommenskultur zu schaffen“, findet Ammersbeks Bürgermeister, Horst Ansén. Er freue sich über das Engagement: „Die Flüchtlinge kommen aus einer schwierigen Situation. Wir können als Gemeinde froh sein, dass uns der Freundeskreis unterstützt.“
Momentan seien 28 Flüchtlinge in Ammersbek untergebracht, überwiegend aus Afghanistan, Syrien und Aserbaidschan.
Davon seien 15 in einem Gebäude in der Ohlstedter Straße untergebracht, welches als Notunterkunft für Obdachlose konzipiert ist. Insgesamt seien dort 32 Plätze vorhanden, doch sei es für eine langfristige Unterkunft für Flüchtlinge nicht geeignet.
Zwar habe Ammersbek bereits die Quote erfüllt, welche angebe, wie viele Flüchtlinge eine Gemeinde, unabhängig von den räumlichen Kapazitäten, aufnehmen müsse. Ansén: „Der Kreis fordert die Gemeinde aber weiterhin auf, Flüchtlinge aufzunehmen.“ Zunächst müsse aber für die 28 Neubürger eine langfristige Wohnsituation geschaffen werden.
„Wir setzten uns für eine dezentrale Unterbringung ein“, erzählt Angelika Schmidt. Die Gemeinde habe nun ein Wohnhaus an der Lübecker Straße für die Flüchtlinge gemietet, denn sie sollen schnellstmöglich in bezahlbaren Wohnungen untergebracht werden. Die Gemeinde könne für die Miete bürgen. Die Helferinnen organisieren bei Bedarf Sachspenden. Gesucht werden weitere Mitstreiter.
Mehr unter E-Mail: info@freundeskreis-ammersbek.de
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