Bekommt Siek eine neue Kita?

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Bürgermeister Arnold Trenner auf dem Gelände des Spielplatzes „Dohm“, auf dem die neue Kindertagesstätte entstehen soll Foto: Maurer

Gemeinde will drei Millionen Euro investieren. Gegner informieren sich

Von Birgit Maurer
Siek
Der Kindergarten Siek ist voll ausgelastet, es besteht schon seit längerer Zeit eine Warteliste für mindestens eine Gruppe. Da es an dem jetzigen Standort keine Erweiterungsmöglichkeiten gibt, wurden im vergangenen Herbst fünf Container aufgestellt. Betreut werden derzeit 60 Kinder im Elementarbereich sowie 30 Krippenkinder. Hortkinder besuchen den „Wöhrli-Club“ in der Grundschule Wöhrendamm in Großhansdorf. Seit dem Frühjahr 2015 laufen auch die Planungen für einen neuen Kindergarten. „Wir haben mit Hilfe des Architekten Martin Förster aus Hamburg, der Erfahrungen im Bau von Kindergärten hat, mehrere Standorte geprüft und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass der Standort des jetzigen Spielplatzes in der Straße „Dohm“ am besten geeignet ist“, berichtet Bürgermeister Arnold Trenner. Zum einen ist er mit 4.000 Quadratmetern groß genug, zum anderen liegt er zentral, ist also für die Sieker Eltern gut zu Fuß erreichbar. Andere Standorte waren aus verschiedenen Gründen nicht geeignet: Der Nienhof ist eine Ausgleichsfläche, ein Grundstück vor der Mehrzweckhalle ist zu klein und mit der Kirchengemeinde kam kein Pachtvertrag über ein Gelände zustande. Geplant sind fünf Elementar- und vier Krippengruppen. Der B-Plan wird so angepasst, dass sich die Kita in das bestehende Ortsbild einfügt. Für dieses Jahr sind lediglich die Planungskosten von 200.000 Euro im Haushalt eingestellt, 2017 soll Baubeginn sein. Die Gesamtkosten werden auf 2,5 bis 3 Millionen Euro geschätzt und sind für das nächste Jahr im Haushalt vorgesehen. Die Finanzierung erfolgt über Kredite. Zudem werden Fördermöglichkeiten von Land und Bund ausgeschöpft. Träger soll, wie auch beim bestehenden Kindergarten, der Kirchengemeindeverband (KGV) sein. Aber es gibt auch Gegner. Anlieger der ruhigen Sackgasse „Dohm“ um den Sprecher Peter Frömbling, wollen den Spielplatz erhalten, bemängeln in einem Flyer den „wirtschaftlichen Unsinn“ mehrere große Projekte gleichzeitig zu planen. Auch die Feuerwache und der Bauhof wollen realisiert werden. Mitstreiter sind zu einem Infoabend am Donnerstag, 17. März, um 19.30 Uhr in den „Alten Dorfkrug“ in Großensee eingeladen. Hier soll eine Interessengemeinschaft gegründet werden. Bürgermeister Trenner entgegnet: „Wir schaffen ja auch Werte und die Kredite sind gerade günstig. Zudem wird der öffentliche Spielplatz in verkleinerter Form erhalten.“
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