Biogasanlage erhält ihr Kernstück

Anzeige
Henner Buhck (Gesellschafter ), Dennis Kissel (AWSH), Wolfram Gelpke und Holger Pfau, beide Geschäftsführer der AWT freuen sich, dass das Kernstück der neuen Biogasanlage, die Rührwelle für den Fermenter, eingebaut wird. Fotos: Maurer

Ein wahrer Koloss: Die Rührwelle für den Fermenter

Trittau. Das war Maßarbeit: Die 35 Meter lange Rührwelle für den Vergärungsbehälter der im Bau befindlichen Biogasanlage bei der Abfallwirtschaftgesellschaft Trittau (AWT) wurde in den Fermenter eingebaut. Doch zunächst musste das riesige Teil über einen schmalen Weg hinter das Gebäude gebracht werden. Nach einigen Manövern stand der Laster schließlich in der engen Gasse und die Welle hing in den Seilen.
So konnte sie hinter den Neubau transportiert werden, wo sie abgelegt wurde, um sie für die eigentliche Einpassaktion an Stahlseilen zu befestigen. Dann schwebte der Koloss durch die Luft und wurde in den Fermenter eingepasst. Meisterstücke des Lastwagenfahrers und der beiden Kranführer.Nach dem Einbau der Welle wird die Vergärungsanlage geschlossen und die Technik unsichtbar.
„Das ist ein besonderer Tag für uns und ein Symbol für den Einstieg in die zukunftsorientierte Abfallwirtschaft. Abfall wird zu Rohstoff und Energiequelle, das schont Ressourcen und schützt das Klima“, freute sich Olaf Stötefalke von der Abfallwirtschaft Schleswig-Holstein (AWSH). Nach Rendsburg ist dies die zweite Anlage dieser Art in Schleswig-Holstein, aber die erste mit dieser Technik.
Die in den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg gesammelten Bioabfälle werden hier vergoren. Nach der Siebung gelangen sie mittels eines Förderbandes von der Lagerhalle in den Fermenter. Sie soll die nächsten 15 Jahre lang halten und Tag und Nacht durchlaufen, um den Bioabfall durchzumischen. So entsteht Biogas, aus dem Strom und Wärme gewonnen wird. Der Strom wird eingespeist, die Wärme teilweise von der AWT selbst genutzt. Zudem übernimmt der Vermieter, die Firma Schifferdecker, der damit seine Büroräume heizt, ein weiteren Teil. Sowohl Feststoff als auch Flüssigreste werden aufgefangen und zu Kompost beziehungsweise Flüssigdünger verarbeitet. Mitte September stehen die Aggregate, im November soll die Erstbefüllung sein. „Noch in diesem Jahr soll der erste Strom ins Netz eingespeist werden“, so AWT Geschäftsführer Holger Pfau. Offizieller Beginn ist der 1. Januar 2013.
4,5 Millionen Euro investieren die Firmen Buhck und Remondis je zur Hälfte als Beteiligte an der AWT in das Projekt. (bm)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige