Blick für das Besondere

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Arsen Gebauer vor seinem Siegerentwurf Foto: Jenjahn
 
Im Jugendgästehaus Lütjensee präsentiert Arsen Gebauer einige seiner Werke Foto: Jenjahn

Zeichner Arsen Gebauer mag den feinen Strich der Buntstifte

Von Olaf Jenjahn
Ahrensburg
Arsen Gebauer ist stolz darauf, zu den Ausgezeichneten des ersten Stormarner Jugendkulturpreises zu gehören. Doch aktuell gibt es andere Prioritäten. Das 3D-Mind & Media-Studium hat der begabte Zeichner vorzeitig beendet, weil es nicht unbedingt seinen Vorstellungen entsprach. „Ich möchte
gern eine Ausbildung zum Mediengestalter beginnen und schaue mich um“, sagt er. Auch diese Ausbildung hat mit den Talenten zu tun, die Arsen Gebauer besitzt. Der Stormarner Jugendkulturpreis könnte dabei eine sehr gute Referenz sein. „Ich habe bereits ein paar Preise für meine Arbeiten bekommen, doch die Aufmerksamkeit für diesen Preis war besonders hoch“, sagt der 21-Jährige aus Ahrensburg. Arsen Gebauer erhielt im vergangenen Jahr den erstmals ausgeschriebenen Jugendkulturpreis des Kreises Stormarn in der Altersklasse 18 bis 21 Jahre, für seine Buntstiftzeichnung „Die Zeit fließt“. Darauf ist eine verlassene Hotelterrasse in Tschernobyl zu sehen, die langsam von der Natur wieder vereinnahmt wird. Im Hintergrund sind die Ruinen des Atomkraftwerkes erkennbar. „Das Thema hat mich schon immer fasziniert, ich habe viel darüber gelesen“, sagt Arsen Gebauer. Die Vorlage fand der junge Mann als Foto im Internet. „Mich haben der Ort und die Perspektive fasziniert, ich wollte das Foto so genau wie möglich nachzeichnen“, erzählt der Künstler. Für ihn lag es deshalb nahe, mit Buntstiften zu arbeiten. „Ich arbeite gern sehr detailgetreu, dafür ist diese Technik bestens geeignet.“ Mit Buntstiften können die Konturen präzise gezeichnet werden, werden Details filigran herausgearbeitet. Die besondere Herausforderung an der Arbeit war, dass Arsen Gebauer zuvor mit dieser Buntstift-Technik noch nicht solche großen Bilder erstellt hat. Arsen Gebauer hat schon in frühester Kindheit gezeichnet. „Vor allem haben mich immer technische Dinge interessiert: Flugzeuge, Gebäude, Autos. Die Eltern unterstützten die Gabe ihres Jungen und förderten ihn. Von 2006 an nahm Arsen Malunterricht in der „Mamülei“, einem Atelier in Ahrensburg. Hier entstand im Herbst 2015 auch das Bild, welches er beim aktuellen Jugendkulturpreis eingereicht hatte. Auch in der Schule wählte Gebauer das ästhetische Profil. „Gerade in Kunst zahlte sich der außerschulische Malunterricht aus“, betont er. Nebenbei übernahm Arsen Gebauer gestalterische Projekte an der Schule und entwarf Flyer und Plakate. Mehr als 100 Zeichnungen hat Arsen Gebauer bislang geschaffen. „Davon sind eigentlich knapp 20 vielleicht richtig ernst zu nehmen“, meint der Künstler. Ist er mit einem Projekt nicht zufrieden, wandert das Blatt nicht in den Papierkorb, sondern wird versucht, die angefangene Arbeit zu verbessern.Das Zeichnen soll weiterhin das Hobby für den 21-Jährigen bleiben. „Wichtig ist, dass mein künftiger Beruf auch in die kreative Richtung geht. Meine künstlerischen Begabungen kommen mir als Mediengestalter oder Designer mit Sicherheit zu Gute“, ist Gebauer überzeugt. Er ist sich sicher, dass er gerade im kreativen Bereich, mehr zu bieten hat, als andere.
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