Brummkreisel-Kita darf weitermachen

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Noch werden die Kinder der Kita Brummkreisel in der Königstraße betreut. Ab August ziehen sie in den Neubau um Foto: fnf

Vertrag mit Stadt perfekt. Integrationseinrichtung zieht in Neubau um

Bad Oldesloe. Die Plätze der Brummkreisel-Kinder sind gerettet. Zum 1. August zieht der Kindergarten in die neuen Räumlichkeiten neben der Oldesloer Schwimmhalle.
Bei einer außerordentlichen Sitzung der Stadtvertretung wurde der Vertrag zwischen dem Träger, der Lebenshilfe, und der Stadt mit einer Stimmenmehrheit angenommen. Die Sozialdemokraten befürchten durch die Bewilligung des höheren Budgets eine Benachteiligung der anderen Oldesloer Kitas – auch noch während der jüngsten Sitzung, die endlich die Klärung bringen sollte.
Björn Wahnfried (SPD): „Ich kann nicht nachvollziehen, warum der Brummkreisel mehr Zuschüsse braucht, als andere Kindergärten, die mit dem städtischen Budget auskommen.“
Fraktionskollegin Maria Herrmann bemängelte unterdessen, dass bis heute keine genaueren Zahlen vorlägen, die höhere finanzielle Aufwendungen erklären würden: „Irgendwo muss ja noch ein Posten sein, von dem wir keine Kenntnis haben.“
Die anderen Fraktionen konnten eine Ungleichbehandlung nicht erkennen: „Was nicht gleich ist, kann auch nicht gleich behandelt werden“, sagte Torsten Lohse (CDU). Der Brummkreisel ist der einzige Integrative Kindergarten in der Stadt, wodurch dem Träger höhere Kosten entstehen.
In der Sitzung des Stadtparlaments am 17. Juni wollte die SPD die städtischen Zuschüsse für nicht behinderte Kinder auf das Niveau senken, mit dem auch die anderen Kindergärten arbeiten müssen. Das hätte, so die Lebenshilfe, automatisch aber auch die Zuwendungen vom Kreis für die behinderten Kinder gesenkt, wodurch sich der Kindergarten finanziell nicht mehr getragen hätte.
Für CDU-Politiker Lohse nachvollziehbar: „Ein Träger, der einen defizitären Vertrag unterzeichnet, macht sich angreifbar und vielleicht auch haftbar.“
Bürgerworthalter Rainer Fehrmann zeigte sich erfreut über den Ausgang der Abstimmung: „Damit wäre endlich Ruhe in diesem Streit, zum Wohle der Kinder, der Eltern und auch der Lebenshilfe.“
Mit dieser Nachricht ist betroffenen Eltern und auch den Verantwortlichen ein großer Stein vom Herzen gefallen: „Das freut uns natürlich sehr. Die Zeit der Ungewissheit ist endlich vorbei und die Eltern und das Personal haben nun Planungssicherheit“, sagte Lebenshilfe-Geschäftsführerin Ursula Johann. Jetzt bleibt nicht mehr viel Zeit: Nur noch eineinhalb Wochen sind es bis zur Eröffnung des Kindergartens. Ursula Johann: „Wir hatten Glück, dass uns unsere Mitarbeiter, die wir eingestellt haben, nicht abgesprungen sind. Das hätte uns große Probleme beschert.“
Bislang ist alles im Zeitplan. Nur Kleinigkeiten wie etwa die Spielgeräte im Außenbereich werden wohl bis zum 1. August nicht fertig werden. „Jetzt müssen alle erstmal ankommen und sich von dem Schock erholen“, so Johann. Für Herbst ist dann eine Einweihungsfeier geplant.“ (fnf)
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