Bürger gründen Freundeskreis für Flüchtlinge

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Bürgermeister Walter Nussel (v.l.), Sabine Rutsch sowie Amtsvorsteher Ulrich Borngräber unterstützen den Freundeskreis Foto: bm

Sprachunterricht, Landeskunde und Haushaltsgegenstände werden gebraucht

Trittau. Engagierte Bürger haben einen Freundeskreis für Asylanten und Flüchtlinge gegründet. Gefragt ist Hilfe beim Erlernen der Sprache und Unterstützung im Alltag. „Die Leute sprechen kein Deutsch und können daher nicht mit dem Bus fahren oder auf der Bank und Post etwas erledigen“, sagt Bürgermeister Walter Nussel. Er kennt das noch aus den 90er-Jahren, als viele Russlanddeutsche nach Trittau kamen. Das diakonische Werk in Bad Oldesloe bietet Sprachkurse für Leute an, die bereits vier Monate da sind. Aber Sprache muss auch praktiziert werden. Hilfreich wären Einladungen zum Kaffeetrinken oder Angebote, die Flüchtlinge beim Einkaufen zu begleiten. Gesucht werden auch Freiwillige, die Kinder zum Deutschunterricht in die Mittelpunktschule Glinde bringen. Auch der Trittauer Sportverein hat seine Unterstützung bei der Integration der Flüchtlinge zugesagt. Über das Bildungs- und Teilhabepaket wäre die Kostenübernahme für Sportkurse möglich. „Der TSV Trittau steht dem sehr aufgeschlossen gegenüber“, sagt Nussel. Der Amtsausschuss hat für die Unterstützung der ehrenamtlichen Hilfe 3000 Euro bereit gestellt, berichtet der Amtsvorsteher. Davon können zum Beispiel Unterrichtsmaterialien angeschafft werden.
Der Freundeskreis war bereits aktiv: So unterstützt eine Frau, die in der Nachbarschaft der Flüchtlingsunterkunft lebt, eine Familie dort, indem sie die Kinder betreut. Mehrere ehemalige Lehrkräfte haben ihre Hilfe angeboten, andere bieten an, Kleidung und Hausrat im Bekanntenkreis zu sammeln, denn auch Sachspenden sind willkommen. Derzeit sind 20 Flüchtlinge in Trittau untergebracht. In diesem Jahr werden weitere 19 Menschen erwartet.
Freiwillige können sich bei Sabine Rutsch unter Tel.: 04154/ 807945 melden. (bm)
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