CCA-Manager Erich Lawrenz: „Erteile Hausverbote“

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Das City Center Ahrensburg (CCA), Klaus-Groth-Straße 1, ist inoffizieller Treffpunkt für Jugendliche. Doch nicht an jedem Abend ist hier viel los Foto: Bandemer

Geschäftsleute verärgert: City Center Ahrensburg am Abend Treffpunkt für Jugendliche

Von Stella Bandemer
Ahrensburg
„City Center Ahrensburg – wo man sich trifft“ – das Einkaufszentrum CCA an der Klaus-Groth-Straße 1 hat nicht nur eine große Anziehungskraft für viele Ahrensburger, die dort ihre Besorgungen erledigen. Auch eine größere Gruppe von Jugendlichen hält sich, besonders am Wochenende bevor die Partys steigen, direkt vor dem Einkaufszentrum in der Nähe der Discounter auf. Häufig werden die älteren Jugendlichen, die bereits über 18 Jahre alt sind, vorgeschickt, um an Alkohol oder Zigaretten zu kommen. Am Lehmannstieg, der an den Penny-Markt angrenzt, setzen sich die Jugendlichen häufig auch nach der Schule in den Ladebereich des Drogeriemarktes Budni. Zum Ärger der stellvertretenden Teamleiterin Katrin Gebhardt. Zwar könne sie und auch andere Mitarbeiter normal mit den Jugendlichen sprechen. „Doch was stört sind die leeren Flaschen und Scherben, die wir jeden Morgen wegräumen müssen“, sagt Gebhardt. Fast täglich beobachtet sie Jugendliche, die in der Anlieferungszone am Lehmannstieg sitzen, sich nach der Schule treffen, Musik hören, Getränke konsumieren. Leergut und andere Hinterlassenschaften, die Mitarbeiter immer wegräumen müssen. Ähnlich ergeht es auch den Mitarbeiterinnen der Mode-Boutique La Joliette, die häufig Jugendliche vor dem Einkaufszentrum beobachten können und ebenfalls täglich Müll vor dem Laden zu beseitigen haben. Ein Zustand, der schon seit Jahren anhält.

„Relativ ruhig“


Die Polizeizentralstation Ahrensburg kennt diesen inoffiziellen Treffpunkt der Jugendlichen, beschreibt die Situation dort jedoch als „relativ ruhig“. Ab und zu gebe es Anrufe von Anwohnern, die sich über Lärm beschweren. Doch sei es kein Schwerpunkt für die Polizei Ahrensburg, wie Dienststellenleiter Norbert Patzker bestätigt. Zwar schicke die Polizei gelegentlich einen Streifenwagen, um nach dem Rechten zu sehen. Einen richtigen „Szene-Treff“ gebe es in Ahrensburg jedoch nicht. CCA-Manager Erich Lawrenz betont zudem die gute Zusammenarbeit mit der Polizei, falls es doch mal Probleme gebe. „Ich erteile auch Hausverbote. Die Polizei muss ich nur in seltenen Fällen alarmieren“, sagt Lawrenz. Er habe Verständnis dafür, dass die Jugendlichen sich beim CCA aufhalten und akzeptiere dies auch, solange sie sich an die geltende Hausordnung halten. Stadtjugendpfleger Matthias Bollmann schlägt vor, eine Umfrage unter Jugendlichen durchzuführen, um zu erörtern, welche Freizeitangebote ihnen fehlen, damit Jugendliche sich künftig auch stärker gerne an anderen Orten aufhalten. Das CCA ist regelmäßig am Abend Treffpunkt von Jugendlichen. Das bringt naturgemäß jede Menge Lärm und Müll mit sich. Für viele Bürger der Stadt ist dies ein Ärgernis, doch es gibt auch Verständnis für die Situation. Gesucht wird nun nach entsprechenden Angeboten für die Jugendlichen.
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