CDU-Politiker Liebing rechtfertigt Rückzug

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Ingbert Liebing beim Kreisparteitag in Bargteheide Foto: fnf

Der Rücktritt war großes Thema bei Kreisparteitag der Union in Bargteheide

Von Finn Fischer
Bargteheide
Noch vor zwei Wochen war Ingbert Liebing Landesvorsitzender der CDU und Spitzenkandidat für die Landtagswahl im kommenden Jahr. Dann kam der überraschende Rücktritt. Für viele Anhänger der Union ein Schock – und großes Thema beim Kreisparteitag der Stormarner Christdemokraten in Bargteheide. Dort stellte sich der Landespolitiker der Basis und beantwortete die Gründe für seinen Rückzug aus der Parteispitze. Nach der Bekanntgabe seines Rücktritts vor einer Woche kamen Gerüchte auf, ihm sei die Amtsaufgabe aus Berlin diktiert worden. „Es war meine eigene Entscheidung, es gab keinen Druck“, sagte Liebing. Die Union Schleswig-Holstein lässt derzeit keine Gelegenheit aus, die ihrer Ansicht nach latent schlechte Arbeit der rot geführten Landesregierung zu kritisieren. Und dennoch scheint der herbeigesehnte Regierungswechsel zu den Landtagswahlen im nächsten Jahr alles andere als ein Selbstgänger zu werden. „Wir haben in Schleswig-Holstein noch nicht die Wechselstimmung, die es braucht, um einen Regierungswechsel herbeizuführen“, sagte Ingbert Liebing vor rund 120 Unionsmitgliedern im Ganztagszentrum in Bargteheide. „Es ist mir nicht gelungen, das Maß an Mannschaftsgeist zu entwickeln, das es dafür braucht.“ Er sei am Ende seiner Möglichkeiten und habe sich daher entschlossen, die Konsequenzen zu ziehen. Respekt gab es allerdings für den souveränen Auftritt beim Kreisparteitag. „Nicht jeder hätte sich nur eine Woche nach seinem Rücktritt der öffentlichen Diskussion bei einem Parteitag gestellt“, bemerkte CDU-Kreisvorsitzender Tobias Koch.
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