CDU: Straßen marode

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Der Asphalt auf dem Abschnitt der Kreisstraße 30, der durch den Ort führt, ist gerissen Fotos: msa

Trittauer CDU-Fraktion kritisiert Landesregierung: „Zusagen nicht eingehalten“

Von Michael Sakrzewski
Trittau. Jens Hoffmann, Vorsitzender der CDU-Fraktion, kritisiert den Zustand der Landesstraßen, die durch die Gemeinde verlaufen. Besonders starke Schäden weisen laut Hoffmann die Hamburger- Straße (L94) und die Großenseer Straße (L93) auf. Der Fraktionsvorsitzende erklärt, dass dies dem Landesbetrieb Verkehr (LBV) seit 2009 bekannt ist. Damals habe eine Zustandserfassung der Hamburger Straße, in der Ortsdurchfahrt Trittau, ergeben, dass es Sanierungsbedarf gibt. Unternommen habe die Behörde bis heute nichts.
Dabei habe Staatsekretär Dr. Frank Nägele dies in Aussicht gestellt. Als die Bundesstraße 404 im Herbst 2013 frei gegeben wurde. Trittau sollte 2014 bei der Sanierung und Erneuerung von Landesstraßen berücksichtigt werden. Und genau das ärgert Hoffmann, der auch Vorsitzender des Bau- und Planungsausschusses ist. „Was nützen die Zusagen, wenn sich später niemand mehr daran erinnern möchte.“
Zwar honoriere er, dass die Rausdorfer Straße (L 160) derzeit von Grund auf saniert werde. Doch das wirkt nur wie ein Tropfen auf den heißen Stein. Denn auch weitere Kreisstraßen haben eine Frischzellenkur nötig. So warte die Gemeinde seit 2001 auf die Sanierung und den Ausbau der Kreisstraße 32 von Trittau nach Grönwohld. Hoffmann: „Der Belag soll erneuert werden, zwei Brückenbauwerke sowie ein neuer Radweg sollen entstehen.“
In seinem Appell erhält der Lokalpolitiker Rückendeckung von seinem Parteikollegen Tobias Koch. Der Landtagsabgeordnete kritisiert: „Die Landesregierung tut wirklich alles, um die Infrastruktur in unserem Land noch weiter zu schwächen.“ So werde der Neubau von Straßen gar nicht mehr gefördert und für die Sanierung gälten nur geringere Quoten. Koch geht sogar soweit zu behaupten: „Wir stehen vor einem Sanierungsstau.“
Dass sich dieser Zustand in Kürze ändert, scheint aussichtlos. „Durch die von Schleswig-Holstein auferlegte Schuldenbremse, sind in den nächsten zwei Jahren keine weiteren Maßnahmen zu erwarten“, erklärt Britta Lüth, Mitarbeiterin beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig Holstein. (msa)
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