Chance durch Kooperation

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Florent Sejdija (v.l.), Valentina Kettner und Lennard Krüger (alle 13) von der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule sind gespannt, was sie ab dem nächsten Schuljahr in der Oberstufe erwartet Foto: stb

Leistungsstarke Gesamtschüler sollen für Abitur Standort wechseln können

Von Stella Bandemer
Ahrensburg. Ihren Platz in der gymnasialen Oberstufe haben die Siebtklässler der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftssschule (SLG) Valentina, Florent und Lennard sicher. Ab dem nächsten Schuljahr könnten auch Schüler der benachbarten Großhansdorfer Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule (FJS), die selbst keine Oberstufe hat, an der SLG ihr Abitur absolvieren.
Beide Schulen haben bei der Stadtverwaltung Ahrensburg eine Zusammenarbeit beantragt. Der Kulturausschuss wird am Donnerstag,
6. März, darüber abstimmen, ob die Kooperation zwischen SLG und FJS vereinbart wird.
Auch die Ahrensburger Heimgartenschule möchte mit der Selma-Lagerlöff-Schule kooperieren. Die FJS plant weitere Kooperationen mit dem Emil-von-Behring-Gymnasium in Großhansdorf und der Beruflichen Schule Ahrensburg einzugehen.
Damit folgen die Schulen einer Neuerung des Schleswig-Holsteinischen Schulgesetzes (Paragraph 43, Absatz 6). Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufen können demnach eine Zusammenarbeit mit Schulen mit einer Oberstufe eingehen.
Mit einem guten Notendurchschnitt könnten Schüler von Einrichtungen ohne Oberstufe ihre Hochschulreife an einer benachbarten Gemeinschaftsschule mit Oberstufenzweig oder an einem Gymnasium erlangen.
„Wir sind sehr zuversichtlich, dass die Kooperation zustande kommt“, sagt Sabina Cambeis, die Schuldirektorin der Friedrich-Junge-Schule. Aus dem Kulturausschuss seien bereits bei der letzten Sitzung im Februar „positive Signale“ gekommen. Auch Herbert Janßen, Direktor der SLG, wäre „über eine negativ ausfallende Entscheidung des Ausschusses überrascht“. Die Stadtverordneten hätten über die Fraktionsgrenzen hinaus ihre Zustimmung signalisiert.
Janßen versichert: „Die Nachfragesituation wird sich durch die Kooperation nicht maßgeblich verändern.“ Zudem gebe es „keine schlechtere Stellung von Ahrensburger Jugendlichen, sondern alle Schüler, die sich bewerben, profitieren indirekt mit“.
Wenn ein Schüler der FJS sich an der SLG beispielsweise mit einem Versetzungszeugnis von 2,4 bewerbe, hätten Bewerber von anderen Schulen mit demselben Notendurchschnitt eine Eintrittskarte in die Oberstufe. Zudem würden Bewerber von anderen Schulen mit einem besseren Durchschnitt als 2,4 nicht abgelehnt werden. Das sieht das Leistungsprinzip vor. „Wir freuen uns sehr darüber, unseren Schülern eine gesicherte Perspektive bieten zu können.“, meint Cambeis. „So können wir unseren Schülern ein Super- Angebot aus unterschiedlichen Profilen bieten.“
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