Chrischan und die Gartenzwege

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Der junge Finanzbeamte Peter (Jan Rühling) bringt der künftigen Schwiegermutter Gerlinde (Christine Henze) Blumen, Freundin Suse (Justina Jürgensen) ist dabei. Foto: Maurer

Niederdeutsche Bühne Ahrensburg führt Stück „Der Gartenmord-Zwerg“ auf

Ahrensburg. Was für ein Spektakel: Nachbarschaftsstreitigkeiten, Ehekrach, die Freundschaft der Tochter mit einem verhassten Finanzbeamten, ein toter Gartenzwerg, eine Klatschtante, die immer wieder die Wahrheit verdreht. „Und trotzdem kann so eine Geschichte ähnlich in jedem Vorgarten passieren“, erklärt Regisseurin und Bühnenleiterin Andrea Rühling schmunzelnd.
Alles dreht sich um Chrischan (Wolfgang Tietjens) und seine heiß geliebten Gartenzwerge. Als einer davon plötzlich kaputt ist, verdächtigt er Nachbarin Inge, die nach einer Indienreise nur noch „Indira“ genannt werden will und statt der Kittelschürze Sari trägt. Von nun an herrscht Krieg zwischen den beiden Vorgärten, den die klatschsüchtige Nachbarin Edelgard von Söötbach (Irmgard Floegel) mit Freude und ständig sich im Anschlag befindlichen Fernglas schürt.
Auch das Bühnenbild dieses Stücks ist reizvoll und mal eine echte Abwechslung: Zwei Vorgärten nebeneinander, der eine kitschig spießig, der andere in seiner Spießigkeit etwas mondäner – um nicht zu sagen „indisch angehauchter“.
Mit der Ahrensburgerin Christine Henze wirkt erstmalig eine Gastspielerin der Henneberg Bühne Poppenbüttel mit. Die Mischung aus Kabbelei und liebevollem Miteinander in der Ehe des Bullerballer Chrischan und seiner Ehefrau gefiel der gebürtigen Oldenburgerin, die erst vor zwölf Jahren zum Theater gekommen ist, so sehr, dass sie die Rolle der Gerlinde gern übernommen hat.
Auch die erst 16-jährige Justina Jürgensen, die bereits in etlichen Stücken der Jugendgruppe Mimikri ihre schauspielerische Begabung zeigen konnte, wagt sich in der Rolle der Tochter Suse erstmals in der für sie völlig fremden plattdeutschen Sprache auf die Bühne – wieder einmal eine schöne Bestätigung für die Jugendarbeit der Niederdeutschen Bühne Ahrensburg.
Jan Rühling kennen die Zuschauer bisher nur indirekt – als „Kellerkind“ hat er bisher beim Bau von Bühnenbildern geholfen, die er teilweise sogar selbst entworfen hat. In der Rolle des schüchternen Finanzbeamten steht der Zwanzigjährige jetzt das erste Mal selbst auf der Bühne.

Gudrun Ebner schrieb das Stück „Der Gartenmord-Zwerg“. Sie leitet seit 1992 die Theatergruppe der Spielschar Lichtenau im Kreis Paderborn. Gerd Meier, Ensemblemitglied der Niederdeutschen Bühne Lübeck und Darsteller in Fernsehspielen, Spielfilmen sowie TV-Serien hat dieses Stück in die niederdeutsche Sprache übersetzt – eine seiner besonderen Leidenschaften.
Die Aufführungen finden am Donnerstag, 8. und Freitag, 9. November im Alfred-Rust-Saal der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule Ahrensburg, Wulfsdorfer Weg 71 statt und beginnen jeweils um 2o Uhr. Karten für den Preis von 7 bis 12 Euro können ab 18. Oktober Vorverkaufsstellen in Ahrensburg und Bargteheide erworben werden. Restkarten sind in der Regel auch noch an der Abendkasse erhältlich. (bm)
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