Die Mädchen im Visier

Anzeige
Das Juze-Team vor einer kreativ von Besuchern gestalteten Wand: Julie Kever, Sebastian Lindemann und Nils-Olaf Peters (v.l.) Foto: Maurer

Selbstverteidigung, Klönen, Malen: Trittauer „Juze“ erweitert Angebot

Von Birgit Maurer
Trittau
Das Jugendzentrum (Juze) im Bürgerhaus ist „weiblicher“ geworden. Seit Julie Kever im September 2015 im Jugendzentrum anfing, haben sich die Besucherzahlen der Mädchen leicht gesteigert, wie der Leiter des Juze, Nils-Olaf Peters, kürzlich im Sozial-, Sport- und Kulturausschuss (SSK) berichtete. Von den etwa 40 Jugendlichen zwischen zwölf und 20 Jahren, die regelmäßig im Jugendzentrum auftauchen, sind etwa die Hälfte Mädchen. Eine davon ist Mara (16), die fast täglich vorbeischaut: „Ich rede gerne mit Julie und manchmal treffe ich hier Freundinnen. Ich komme schon viele Jahre her. Früher waren es weniger Mädchen“, sagt sie. Das bestätigt, was Peters festgestellt hat: „Die Mädels freuen sich, jetzt eine weibliche Ansprechpartnerin zu haben“. Ein Selbstverteidigungskurs kam sehr gut an und soll bei Gelegenheit wiederholt werden. Auch T-Shirt bemalen stand schon auf dem Programm. Damit hat man die Mädchen besonders im Visier. „Da es eine offene Jugendarbeit ist, wird spontan nach den Besucher-Wünschen entschieden, was gemacht wird“, erklärt Peters. Eine eigene Mädchenzeit im Obergeschoss jeden Mittwoch von 16 bis 18 Uhr wird unterschiedlich genutzt. Mal wollen sie unter sich sein, mal nutzen sie andere Angebote wie Billard spielen, Computer oder klönen. Auch sonst hat sich einiges getan im Juze: Im Obergeschoss steht wieder ein Raum zum Musik machen zur Verfügung. Und im Keller wurde die Teestube hergerichtet. In Sachen Sport dagegen ist ist vor allem eines richtig beliebt: Boxen. Hier besteht eine Warteliste. Für andere Sportarten wie Fußball und weiteres gibt es inzwischen zusätzliche Zeiten in der Campehalle. Allerdings ist längst nicht alles möglich: „Ich würde gerne mal Badminton spielen“, sagt Mara. Neu ist auch ein Jugendparlament. „Das ist ein zwangloser Austausch, bei dem die Jugendlichen Vorschläge machen und ihre Ideen einbringen können, aber auch wir unsere Anliegen, wie zum Beispiel die Müllbeseitigung“, erklärt Nils-Olaf Peters. Eine andere Initiative der Jugendlichen möchte den Dirtpark neu gestalten. Der vor fünf Jahren eingerichtet Fahrradparcours am Kreisel hält nicht mehr. „Die Erde rutscht weg, man kann nicht mehr gut fahren und keine Sprünge machen“, erklärt Peters. Eine Spende der GGT soll für die Neugestaltung verwendet werden, Gespräche mit der Gemeinde über die weitere Finanzierung laufen. Die Jugendlichen wollen hier in Eigenarbeit mithelfen, die Kosten im Rahmen zu halten.

Das Juze ist montags bis freitags von 13 bis 20 Uhr geöffnet sowie jeden zweiten Sonntag. Mädchenzeit ist mittwochs von 16 bis 18 Uhr. Fragen können jederzeit unter juze-trittau@web.de und über facebook gestellt werden.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige