Die Neue im JuZe

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Nils-Olaf Peters hat Verstärkung bekommen: Julie Kever arbeitet ab sofort im JuZe Foto: bm

Julie Kever soll Mädchen betreuen und plant Musikprojekte

Von Birgit Maurer
Trittau
Endlich gibt es weibliche Verstärkung im Jugendzentrum Bürgerhaus. Seit Anfang des Monats ist Julie Kever mit einer 30-Stunden-Stelle angestellt. Sie wird sich besonders um die Mädchenarbeit kümmern. „Bislang war Gruppenarbeit kaum möglich in einem Haus mit vier Etagen“, sagt der Leiter des Bürgerhauses, Nils-Olaf Peters. „Und Mädchen brauchen ihre eigene Ansprechpartnerin.“

Liebe zur Musik


Julie Kever stammt aus Marburg, lebt jetzt in Lübeck und hat belgische Wurzeln. Die 26-Jährige hat Kulturwissenschaften studiert und vor und während des Studiums Musikprojekte mit jungen Frauen durchgeführt. Ihre Leidenschaft gilt der Musik, sie spielt Gitarre und singt in einer Amateurband. Diese Vorliebe teilt sie mit Nils-Olaf Peters, der ebenfalls in zwei Bands Bassspielt, mit dem Schwerpunkt Hardrock und Punkrock. Folgerichtig möchten beide die Musikszene, die es im Jugendzentrum schon einmal gab, wieder beleben. „Jetzt ist ja auch der Probenraum wieder nutzbar“, so Peters. Julie Kever ist nun dabei, die Jugendlichen kennen zu lernen. Etwa 30 bis 40 Jungen und Mädchen im Alter von zehn bis 27 Jahren kommen täglich ins Juze, um zu klönen, Billard oder am Computer zu spielen. Die Mädchen haben auch schon erste Ideen geäußert, was sie machen möchten. Die Teestube im Keller soll neu belebt und dekoriert werden. Hier gibt es auch eine Küche mit jetzt wieder funktionierendem Backofen, sodass auch mal gekocht und gebacken werden kann. Ein paar Mädchen haben Lust, eine Art Jugendcafé aufzuziehen. Für Peters, der zudem auch von Sebastian Lindemann unterstützt wird, der im Jugendzentrum arbeitet, wenn das Freibad geschlossen ist, bedeutet die neue Mitarbeiterin Entlastung.

Rückkehr als Streetworker


„Es ist ein Mehrgenerationenhaus, das auch von den Senioren und zahlreichen Vereinen genutzt wird. Da kommen Anfragen und wenn ich am Telefon sitze, kann ich mich nicht um die Jugendlichen kümmern“. Andererseits kann er zeitweilig zu seinen Wurzeln als Streetworker zurückkehren: „Ich will mal wieder rausgehen und gucken, was passiert da, zum Beispiel an der Skateanlage“, berichtet er. Und er hat auch einen weiteren positiven Nebeneffekt festgestellt: „Wenn eine Frau im Haus ist, sind die Jungs entspannter.“
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