Die Traumjob-Vermittler

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Helfen bei der Suche nach dem Traumjob: Ursula Siem und Oliver Böse vom Weiterbildungsverbund Stormarn, der Filialen in Ahrensburg und Bad Oldesloe hat Foto. hb

Berater zeigen auf, welche Tätigkeit zur Qualifikation passt und Spaß macht

Von Henrik Bagdassarian
Ahrensburg. Melissa Rau* wollte nach der Geburt ihres Kindes nicht in ihren ursprünglichen Beruf zurückkehren. Die Kindergärtnerin träumte davon, sich selbstständig zu machen. Mit einem Frisörsalon etwa oder einem Kosmetikstudio. Mit ihren Wiedereinstieg in die Berufswelt wollte sie dies angehen. Bei einem Gespräch mit Mitarbeiterin des Weiterbildungsverbundes Stormarn (WBV) stellte sich jedoch schnell heraus, was ihr wirklich Spaß macht. Dies sei nach wie vor die Arbeit mit Kindern.
„Wir haben ihr Optionen aufgezeigt, wie sie innerhalb des Kindergartens durch gezielte Weiterbildung eine höhere Position erreichen würde“, sagt Oliver Blöse vom WBV. So geht es vielen der Klienten die sich an den Verbund wenden. Es muss nicht immer ein Jobwechsel sein. Häufig reicht eine Qualifizierung, um auch innerhalb der eigenen Firma aufzusteigen und dudurch mehr Spaß an der Arbeit zu haben.
„Wir sind kein Arbeitsamt und keine Jobvermittlung“, sagt Ursula Siem vom WBV. Beim WBV handelt es sich um einen Zusammenschluss von mehr als 30 Weiterbildungsträgern darunter die Agentur für Arbeit oder die Kreishandwerkschaft. Man berate über die Möglichkeiten der allgemeinen und beruflichen Weiterbildung. Und dabei ist Fingerspitzengefühl gefragt. „Wir schauen uns den Menschen genau an, finden heraus, was ihm Spaß macht, wo seine Stärken und Schwächen liegen. Und ganz wichtig: Wir fragenm was unsere Kunden machen möchten und probieren was möglich ist“, sagt Ursula Siem.
Beratungsstellen des WBV gibt es in Ahrensburg und Bad Oldesloe. Termine werden nach telefonischer Vereinbarung gemacht‚ ein kostenloses Beratungsgespräch dauert ungefähr eine Stunde.
„Die Gespräche finden in einem angenehmen Rahmen statt, die Meisten sind sehr dankbar und freuen sich, dass ihnen geholfen wird. Es ist auch irgendwie eine Form der Lebensberatung“, sagt Oliver Blöse. Nicht selten wenden sich Menschen mit Migrationshintergrund an den WBV. In Ihrer Heimat haben sie eine qualifizierte Ausbildung abgeschlossen, die jedoch in Deutschland nicht anerkannt wird.
„Eine Krankenschwester aus Russland erhielt in Deutschland keine Zulassung, da ein einziger Teil der Ausbildung fehlte“, sagt Blöse. Gemeinsam habe man herausgefunden, wo die Frau sich weiterbilden kann. Nun wird ihre Qualifikation in Deutschland anerkannt. „Migranten haben einen Anspruch auf Prüfung ihrer in der Heimat gemachten Ausbildung“, sagt Blöse.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Beratung bei der Frage der Förderprogramme. Viele Menschen, die sich beruflich weiterbilden möchten, können staatliche Förderprogramme in Anspruch nehmen. Entweder über die Bildungsprämie oder den Weiterbildungsbonus.
* Name von der Redaktion geändert.
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