Diele wird zum Kunstraum

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Dieta und Uwe Kahle zeigen die Spuren der Treppe, die einst in die Speisekammer führte Fotos: Maurer

Mitglieder des Sieker Kreises planen auf Altem Landhof Musik und Lesungen

Siek. Noch ist alles staubig, Spinnenweben hängen unter der Decke und vieles liegt herum, was noch entsorgt werden muss. Doch die ersten Schritte zur Umwandlung der Diele des früheren Landhofs am Sieker Berg sind getan. Der Besitzer Heinrich Bohnhoff überlässt dem Verein „Sieker Kreis“ die Räumlichkeit kostenlos.

Umgestaltung läuft

„Wir haben jetzt sämtliche Genehmigungen vom Kreis und dem Landesbetrieb Verkehr und die Gemeinde hat uns einen Zuschuss von 25.000 Euro bewilligt“, berichten Dieta und Uwe Kahle. Nun soll Stück für Stück aus der Diele ein Veranstaltungsraum werden, in dem Ausstellungen gezeigt, Musik präsentiert und Lesungen veranstaltet werden.
„Keine Großevents sind geplant, sondern naturschonende Veranstaltungen, zu denen man auch mit dem Fahrrad kommen kann“, so Kahle.
Innen beginnt jetzt die Hauptarbeit für die Kahles und die anderen Vereinsmitglieder, denn etwa 20 der 61 Mitglieder wollen mit Eigenarbeit helfen. Für professionelle Arbeiten wie die Installation der Sanitäranlagen, das Fliesen verlegen und die Maurerarbeiten wurden bereits Fachleute engagiert, die „uns hoffentlich im Preis entgegen kommen“, so Kahle. Die Außentüren wurden schon in sattem Grün gestrichen, der Glaser hat Maß genommen und die Vorinstallation für die Toilettenräume in der ehemaligen Speisekammer sind fertig. Möglichst viel des alten Charmes soll erhalten werden. So werden Besucher der Damentoilette die Stufen sehen, die einst in die Speisekammer führten. In der Diele bleiben rostige Eisenhaken an der Wand, an denen später Kunst präsentiert wird und auch die alten Holztüren zu den Nebenräumen werden lediglich gesäubert und neu gestrichen.

Im August fertig?

Dieta und Uwe Kahle haben sich vorgenommen, im August soweit zu sein, dass zumindest der Geburtstag des Eigentümers, Heinrich Bohnhoff, vielleicht sogar die Einweihung gefeiert werden kann. „Vielleicht sind dann noch nicht alle Nebenräume fertig, die als Büro, Lager und Künstlergarderobe genutzt werden sollen, aber man kann schon mal was machen“, meint Kahle. Denn da es keine Heizung gibt, werden im Winter keine Veranstaltungen stattfinden.
Ein paar „Kleinode“ wie ein Mangel, eine Aussteuertruhe und ein Büfett werden gesäubert und zum Teil aufgearbeitet, um dann im „Kotten“, wie Kahle die Diele jetzt schon nennt, Verwendung zu finden. Mit dem Geld aus Siek können die Initiatoren erstmal beginnen, doch weitere „Paten“, die Kosten zum Beispiel für Stühle oder die neue Regenrinne übernehmen, werden gesucht. Später werden alle Sponsoren auf einer Tafel verewigt. (bm)

Kontakt: sieker-kreis.de; info@sieker-kreis.de
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