Eimal im Leben König sein

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Klaus-Andreas Blottnicki (l.) und seine Schützenbrüder Werner Westphal und Klaus-Jürgen Stapelfeldt mit der Gilde-Fahne von 1930. Foto: H.-E. Jaeger

Bürgerschützengilde kürt am Wochenende seine besten Schützen

Bad Oldesloe. Die Hitze war unerträglich, doch tapfer marschierten Uwe Rädisch, Horst Möller und weitere Mitglieder der Bürgerschützengilde Bad Oldesloe am Pfingstmontag beim großen Festumzug des Schützenvereins Klein Wesenberg mit.
„Wir hatten versprochen zu kommen, und dann darf man sich auch nicht von hochsommerlichen Temperaturen abhalten lassen“, sagt Gilde-Schützenkönig Uwe Rädisch. Er ist zuversichtlich, dass nun auch Klein Wesenberg zum Gildefest in Bad Oldesloe (6. - 9. Juni) eine Abordnung schicken wird.
„Schützenkönige oder ihre Stellvertreter müssen während eines Jahres bei 14 Festen der Umgebung präsent sein“, erläutert Gilde-Vizekönig Horst Möller. „Damit haben besonders ältere Schützen ihre Probleme, besonders was das lange Marschieren angeht.“
Möller wechselt sich mit Rädisch ab, manchmal marschieren sie auch gemeinsam.
Am Sonnabend, 9. Juni, endet ihre einjährige „Amtszeit“, denn dann werden nach dem Königsschießen die neuen Würdenträger inthronisiert. Die „Älterleute“ bei der Bürgerschützengilde, an ihrer Spitze Obmann Möller, wundern sich allerdings über das sinkende Interesse der Männer, Schützenkönig zu werden.
Horst Möller geht in die Offensive, er versucht die Gilde-Schützen aufzurütteln. „Die Teilnahme am Königsschießen lässt zu wünschen übrig, besonders bei den Herren sieht es ausgesprochen mau aus“, schreibt er in den Gilde-Blättern. „Hier sollten sich alle noch einmal hinterfragen, ob ein Königsjahr nicht doch anstrebenswert ist.“
Der zeitliche Aufwand, so der Obmann, sei zu packen. Das habe ihm sein eigenes Vizekönigsjahr deutlich gemacht. Es müsse ja nicht jede Veranstaltung kreisweit besucht werden, Königs- und Vizekönigspaar könnten auch mal einzeln zu Festen gehen. Es dürfe nicht dazu kommen, dass die Gilde eines Tages mal ohne König dasteht.
„Das würde uns nach außen und innen stark beschädigen“, so Möller. „Unser Bild im Rathaus ist durch sehr mäßige Beteiligung an Umzügen und Festen schon ins Wanken gekommen.“ Es sollten immer mehrere Schützen wirklich ernsthaft auf die Königsscheibe zielen (und schießen) mit dem Ziel, diese Würde zu erringen.
Uwe Rädisch und Horst Möller hatten sich sehr gewundert, dass sie im vergangenen Jahr als „Älterleute“ plötzlich König und Vizekönig wurden. Das sei einmalig hierzulande. „Ich bin jedoch sicher, dass das Interesse beim diesjährigen Königsschießen größer sein wird“, sagt Uwe Rädisch.

Das Programm des Gildefestes: 6.Juni: Königsschießen (18 Uhr), 8.Juni: Kirchgang (17.50 Uhr), Königsessen (19.30 Uhr), 9.Juni: Königsschießen (10 bis 12.30 Uhr), Königsproklamation (16.30 Uhr), Umzug Rathaus (17.30 - 18.30 Uhr).
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