Ein Bauhof für drei Orte

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1: Bisher geplant: Ein Bauhof am Lehmbeksweg. 2: Alternative: Im Gewerbegebiet Otto-Hahn-Straße 3: Alternative: Großenseer Straße. (Karte: hfr)

Standortsuche gestaltet sich schwierig

Trittau. Um Kosten zu sparen, wollen die Verantwortlichen der Gemeinden Trittau, Lütjensee und Grönwohld einen gemeinsamen Bauhof errichten. Bislang war dafür das Gelände am Lehmbeksweg vorgesehen. Hier befindet sich das alte Klärwerk von Lütjensee und Grönwohld. Das Grundstück gehört jedoch zu Trittau. Doch nach einer gemeinsamen Begehung der Bürgermeister Walter Nussel (Trittau), Ulrike Stentzler (Lütjensee) und Ralf Breisacher (Grönwohld) mit Mitarbeitern der Landesplanungsbehörde, der Staatskanzlei und der Bauaufsicht des Kreises ist klar: Der Plan lässt sich nicht verwirklichen.
Das Problem: Anders als das Klärwerk, das als „privilegiertes Bauvorhaben“ gilt und somit im Außenbereich zulässig ist, gilt die Bebauung eines Bauhofes als wirtschaftliches Unternehmen. Da das Gelände nach dem Regionalplan des Landes ein regionaler Grünzug sei, müsse dieser von Bebauung frei gehalten werden, erläutert Bürgermeister Walter Nussel. Zudem besteht ein Biotopverbundsystem von dem Fluß „Aue,“ der aus Grönwohld kommend in den Stenzerteich fließt. Die Behörden signalisierten jedoch, dass es der Gemeinde bei einem anderen Standort entgegen kommen würde, wenn es nicht gerade ein regionaler Grünzug sei.
„Wir sind von Naturschutzgebieten und Grünzügen umzingelt“, sagt Nussel. „Dennoch soll Trittau sich entwickeln, dem wird man Rechnung tragen“
Jetzt sollen weitere Standorte geprüft werden, die für alle drei Gemeinden günstig zu erreichen sind. In Frage käme ein Grundstück an der Großenseer Straße, wenn das Gewerbegebiet entlang der Bundesstraße 404 hinter dem Technologiepark erweitert wird. Eine weitere Alternativ sei ein bislang unbebautes Grundstück im alten Gewerbegebiet Otto-Hahn-Straße. (bm)
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