Ein Hoch auf Walter!

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Ehrenbürger Walter Otto (l.) mit der Bürgermeisterin aus Lütjensee Ulrike Stenzler (r.) und ihrem 1. Stellvertreter Jürgen Stolze (2.v.l.) sowie Patrick Marsian als 2. stellvertretenden Bürgermeister Foto: Pantelmann
 
Ein Dank ging auch an Rita Otto, die über die vielen Jahre hinter dem Engagement ihres Mannes Walter stand Foto: Pantelmann

Walter Otto erhielt Ehrenbürgerwürde der Gemeinde Lütjensee

Von Margret Pantelmann
Lütjensee
Durch jahrzehntelanges Engagement beim TSV Lütjensee sowie ehrenamtliche Arbeit als Gemeindevertreter, dazu Mitglied und Vorsitzender einzelner Ausschüsse hat Walter Otto sich verdient gemacht und das Ansehen der Gemeinde Lütjensee gestärkt. Im Rahmen eines feierlichen Empfangs mit vielen Gästen hat Bürgermeisterin Ulrike Stenzler dem 82-jährigen daher nun die Ehrenbürgerwürde verliehen. „Die Verleihung des Ehrenbürgerrechts ist eine der höchsten Auszeichnungen, die die Gemeinde Lütjensee vergeben kann. Damit würdigt sie Persönlichkeiten, die sich weit über das besondere Maß hinaus um die Gemeinde verdient gemacht haben“, sagte Stenzler. Zu Ehrenbürgern wurden bisher Günter Fielmann und Karl-Heinz Albrecht ernannt, jetzt gehört auch Walter Otto dazu, „der maßgeblich auf die Gemeinde Lütjensee Einfluss genommen hat“, wie sie betonte und auf die vielen Stationen seines Einsatzes einging. Schon 1970 entstand durch seine Initiative das Dorfgemeinschaftshaus. „Sehr zum Vorteil der Gemeinde“, so die Bürgermeisterin. 1986 bis 2003 die ehrenamtliche Arbeit mit vielen Funktionen im Amtsausschuss, vor allem aber das Engagement beim TSV, dessen Geschichte „durch und durch“ mit dem Namen Otto verbunden sei. 33 Jahre führte er die Kasse des TSV, 24 Jahre die Fußballabteilung, und wurde 1990, „obwohl ich es nie werden wollte“, wie Otto erwähnte, TSV-Vorsitzender und blieb es bis vor wenigen Monaten 26 Jahre lang. „Was ihn besonders auszeichnet, ist sein handwerkliches Können und unermüdliche Schaffenskraft. Einige Dinge sind nicht käuflich zu erwerben, darunter die 15 Gerätewagen“, fuhr sie fort. Geschweißt und geschmiedet hat der gelernte Werkzeugmechaniker-Meister auch die Fußballfeld-Umrandung. Zum bleibenden Denkmal wurde auf der Sportanlage ein „Walter-Otto-Platz“ geschaffen. Sein Herz schlägt für den Fußball. 56 Jahre war er für den Kreisfußballverband tätig, seit 1979 gehört er dem Kreisfußballgericht an. Die Liste führt sich für den Einsatz in der Kommunalpolitik fort: Mehr als 40 Jahre hat er sich für die Belange der Bürgerinnen und Bürger eingesetzt und wurde 2002 mit der Verdienstmedaille des Bundespräsidenten geehrt. „Ich hätte nie in meinen kühnsten Träumen daran gedacht, einmal diese Auszeichnung zu bekommen“, dankte Walter Otto. Mit großem Respekt nehme er die Ehrung entgegen. „Ich bin ein Lütjenseer“, sagte er, als er auf seinen Lebenslauf zurückblickte. In Lütjensee geboren und zur Schule gegangen, und „natürlich eine Lütjenseerin geheiratet“, habe er einen beruflichen Karrieresprung, der ihn aus seiner Heimat fortgeführt hätte, abgelehnt. „In erster Linie habe ich mich beim TSV eingebracht. Die Gestaltung des Sportplatzes trägt meine Handschrift“, sagte er und verschwieg nicht, dass es beim Wechsel von der Tennishalle zu diesem „schönen Stadion“ auch viele böse Worte gegeben habe. Als SPD-Mitglied habe er es mehrfach geschafft, als Direktkandidat durchzukommen. „Das, was ich angepackt habe, habe ich auch gemacht“. Dankbar richtete er ein an seine Frau Rita, die „über Jahre hinaus alles mit ertragen und getragen hat“, das Wort. Neben Dankesreden und eingespielten Lichtbildern, die das Wirken des temperamentvollen Ehrenbürgers dokumentierten, gestalteten die „Just for fun Singers“ den feierlichen Anlass musikalisch. Der TSV-Vorstand überraschte mit einem selbst getexteten Ständchen nach der Melodie von Lili Marleen und der Begleitung einer Drehorgel.
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