Ein Neuer aus den USA

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Pamela Cohrs und Susanne Bern (v.li.) überreichen Adolf Assmann einen Feuerwehrhelm aus Lenox, Massachusetts.Foto: fp

Die Mitglieder der Feuerwehr Großensee sammeln Helme

Großensee. „Vor etwa 20 Jahren begann die Sammelleidenschaft mit einem ersten Helm aus dem österreichischen aus Werfenweg an, den ein Feuerwehrkamerad aus dem Urlaub mitbrachte“, erinnert sich Adolf Assmann, der er seit einiger Zeit aus dem aktiven Dienst ausgeschieden ist und nun der Ehrenabteilung der Großenseer Feuerwehr angehört.
„Allein 35 Helme habe ich seither selbst beschafft. Die Feuerwehrhelme stammen von Feuerwehren aus Georgien, Schweden, Ghana, USA, dem ehemaligen Jugoslawien, Norwegen, Russland, Irland, Singapur, Namibia, Großbritannien, Frankreich, Holland und Polen.“
Der Helm aus Neuseeland legte die weiteste Strecke zurück. Auch ein Helm von der russischen Insel Sachalin liegt in einem der drei Regale. „Der älteste Feuerwehrhelm mit rund 110 Jahren stammt aus der Gründungszeit der Freiwilligen Feuerwehr Großensee“, sagt Wehrführer Frank Claren, der sich über das Engagement seines Kameraden Adolf Assmann freut.
„Mich hat damals mit dem ersten Helm einfach die Sammelleidenschaft gepackt“, gibt Adolf Assmann zu. „Sogar einen Helm der Berufsfeuerwehr der ehemaligen DDR konnte ich beschaffen. Eine Chinesin, mit der ich lange beruflich zusammen gearbeitet habe, brachte mir gleich vier Helme aus China mit.“
Wenn sich die Gelegenheit bietet, spricht der Großenseer jeden an, aus dem Urlaub oder von der Geschäftsreise einen Helm mitzubringen. Nicht selten hat der Sammler Glück und es findet ein neuer Helm den Weg nach Großensee, so wie das schmucke Stück aus Lenox/Massachusetts.
Die Freude des Großenseers und seiner Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr ist riesig. Pamela Cohrs und Susanne Bern überreichten Adolf Assmann einen Feuerwehrhelm für die Sammlung, den sie auf einer gemeinsamen Urlaubsreise in den Staaten organisierten. „Der Helm stammt aus Massachusetts“, erzählt Susanne Bern. „Wir haben ihn von unserer gemeinsamen Urlaubreise aus den Staaten mitgebracht.“
Als die Urlauberinnen in dem kleinen amerikanischen Künstlerörtchen Lenox aus dem Auto stiegen, fuhr gerade ein Feuerwehrwagen an ihnen vorbei und bog in eine Seitenstraße ab. Es stellte sich heraus, dass sich dort die Feuerwehrwache befand. Die Frauen nahmen sich ein Herz und sprachen einen der Männer an.
„Daniel W. Clifford ist Fire Chief im Fire Department of Lenonx. Clifford versprach, sich bei uns zu melden. Doch nichts passierte“, erzählt Pamela Cohrs. „Also riefen wir auf der Wache an, doch keiner wusste Bescheid. Gerade als wir unsere Urlaubsreise fortsetzen wollten, meldete sich der Feuerwehrchef und verkündete, dass er einen Helm für uns hätte.“ Die Frauen aus Großensee waren überglücklich, denn Adolf Assmann hatte ihnen augenzwinkert „gedroht“, ja nicht ohne Helm heimzukommen. „Jetzt haben wir 65“, sagt Adolf Assmann. (fp)
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