Ein Stück Neuseeland in Stormarm

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Baldur Müggenburg ist stolz auf die Pflanzen in seinem Garten und verbringt viele Stunden in seinem kleinen ParadiesFotos: fnf
Bargteheide. Wer an Kiwi-Pflanzen denkt, vermutet sie nicht direkt an der Rinne eines norddeutschen Carports. Doch genau dort wuchert das eigentlich in Neuseeland beheimatete Gewächs auf dem Grundstück von Christina und Baldur Müggenburg – und das ziemlich prächtig.
„2001 hat die Pflanze das erste Mal Früchte getragen. Und im Folgejahr waren es dann unglaubliche 488 Stück. Das war als wollte sie zeigen, was alles in ihr steckt“, erinnert sich Baldur Müggenburg.
„Zuvor hatte ich mich entschlossen, die Pflanze nicht mehr so stark zurück zuschneiden“, sagt er und zeigt auf einen frischen Trieb zwischen Carport und Geräteschuppen: „Die männliche Pflanze kann an guten Tagen bis zu 60 Zentimeter wachsen und hat sich schon mal den Weg durchs Schlafzimmerfenster gebahnt.“

30 bis 40 Kiwis im Jahr

Mittlerweile hat sich der Ertrag auf etwa 30 bis 40 Kiwis im Jahr eingependelt. Nach der Ernte müssen diese dann noch einige Monate reifen. Anschließend fertigt der passionierte Hobbygärtner aus den Früchten und Boskop-Äpfeln Marmelade. „Die verkaufe ich dann auf den Weihnachtsmärkten in Bad Oldesloe und Bargteheide“, so der 69-Jährige. „Aber jeweils nur vier Gläser, denn viel kommt dabei nicht rum.“
Bei den Schlingpflanzen der Müggenburgs handelt um neuseeländische Originalwikis, deren Früchte ein bisschen kleiner sind als die handelsüblichen Kiwis, die auch als Chinesische Stachelkiwi bezeichnet wird.

Ähnliches Klima

Das außergewöhnliche Gewächs rankte bereits über der Einfahrt, als das Haus 1999 von den Müggenburgs gekauft wurde. Seitdem sorgte die Kiwi bei Besuchern schon oft für staunende Blicke, etwa bei der landesweiten Aktion „Offener Garten“, an dem sich das Ehepaar Müggenburg regelmäßig beteiligt, um Gartenfreunde an ihrem insgesamt 2500 Quadratmeter großen Paradies im Hammoorer Weg teilhaben zu lassen. „Da gibt es natürlich immer wieder viele Nachfragen. Viele können nicht glauben, dass Kiwipflanzen hier wachsen können und auch den Frost überstehen“, sagt Baldur Müggenburg. „Aber in Neuseeland ist klimatisch mit Deutschland vergleichbar.“
Wer sich auch eine Kiwi im eigenen Garten wünscht, sollte eine männliche und eine weibliche Pflanze setzen. (fnf)
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