Ein Tor für die Flüchtlingsunterkunft

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Juan Deininger (20) vom KiJuB Ahrensburg vor der Flüchtlingsunterkunft im Bornkampsweg Foto: stb

Kinder- und Jugendbeirat will so Unfallgefahr am Bornkampsweg mindern

Ahrensburg. Vor etwa einem Monat wurde ein vierjähriges Kind am Bornkampsweg angefahren und schwer verletzt. Der Unfall ereignete sich auf dem Friedhofsparkplatz. Die Mitglieder im Kinder- und Jugendbeirat Ahrensburg (KiJuB) fürchten sich nun um die Sicherheit der Kinder, die derzeit in der 50 Meter entfernten Flüchtlingsunterkunft leben.
„Für Autofahrer ist die Auffahrt zur Unterkunft schwer einsehbar“, meint Juan Deininger (20) aus dem Vorstand des Stadtjugendrings. Die Auffahrt verläuft stark abschüssig zur Fahrbahn und ist durch Gebüsche verborgen. Am Donnerstag, 4. Dezember, werden die Mitglieder des Sozialausschusses ab 19.30 Uhr über den Antrag des KiJuBs sowie den Vorschlag der Stadtverwaltung zur Einzäunung des Geländes diskutieren. Zwar ist das Grundstück der Unterkunft bereits eingezäunt, doch die Auffahrt offen.

Sechs Familien mit 18 Kindern und Jugendlichen

In der Unterkunft sind derzeit sechs Familien mit 18 Kindern und Jugendlichen untergebracht. Auf dem Hof spielen die Jungen und Mädchen gerne Fußball.
„Da ist die Gefahr groß, dass der Ball doch mal auf die Straße rollt“, meint Juan, „und an das Tempolimit von 30 Stundenkilometern halten sich nicht alle. Auch wenn bereits ein Geschwindigkeitsmesser an der Straße installiert wurde.“
Stadtsprecherin Imke Bär bteont, dass die Stadt rein rechtlich gesehen nicht zwangsläufig ein Tor installieren müsse. Das gelte nur, wenn die Notwendigkeit besteht. „Dieser Umstand scheint am Bornkampsweg jedoch gegeben zu sein“, so Imke Bär. „Ein Kind ist zu Schaden gekommen. Wir werden die Forderung sehr ernst nehmen.“

Auch die Stadt sieht Notwendigkeit für ein Tor

Juan Deininger hat den Hinweis auf die Gefährdung der Kinder von einem Mitglied im Freundeskreis für Flüchtlinge bekommen.
„Diese Forderung habe ich aufgenommen, da es doch die Aufgabe des KiJuBs ist, die Situation für Kinder zu verbessern“, meint der 20-Jährige, der sich seit April beim Beirat engagiert. Denn der KiJuB hat, wie alle politischen Gremien, ein Rede- und Antragsrecht. Juan ist optimistisch, dass dem Antrag zugestimmt wird und die Kinder sicherer spielen können. (stb)
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