Ein Wohnpark für alle

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Die Planzeichnung zeigt, wie die Fläche am Bornberg ausgestaltet werden soll Quelle: Bruchmann Architekten
 
Das Bauernhaus am Bornberg soll erhalten bleiben Foto: fnf

Firma Semmelhack plant am Bornberg 150 Wohneinheiten und Quartierstreff

Von Finn Fischer
Bargteheide
Betreutes Wohnen, öffentlich geförderter sowie freifinanzierter Wohnraum und und das alles auf einem Gelände. Auf dem Papier existiert Bargteheides erster Wohnpark für Alle bereits. Die Idee stellte das Elmshorner Wohnungsunternehmen Semmelhaack nun der Öffentlichkeit vor. „Die Veranstaltung war recht gut besucht, die Stimmung war gut, das Konzept wurde durchaus mit Interesse zur Kenntnis genommen“, sagt Hartmut Thede, Mitarbeiter bei Semmelhaack. Mit im Boot sind neben dem Grundstückseigentümer Bruchmann Architekten auch die Stormarner Wege und die Stormarner Werkstätten als Kooperationspartner. „Es soll kein elitärer Stadtteil werden. Tragend ist die Idee eines komplett durchmischten Wohngebietes“, erklärt Jan Domeier, Bereichsleiter bei den Stormarner Wegen. Derzeit befindet sich Am Bornberg ein großes Gelände mit einem Bauernhaus. Das Wohnhaus wird von einer Wohngruppe mit neun Personen genutzt und beinhaltet eine Einliegerwohnung für eine Person. Ein Teil des Bauernhauses mit dem großen Außengelände nutzen die Ahrensburger Werkstätten für Menschen mit Behinderungen. Sie betreiben dort einen Standort ihres Garten- und Landschaftsbaubereiches.

Mehrfamilien- und Doppelhäuser geplant


„Mit der bevorstehenden Veränderung für das Areal bietet sich die Möglichkeit für die Bewohner, in eine neue Wohnform zu wechseln und individuelles Wohnen zu gestalten“, so Domeier. Etwa ein Drittel der geplanten Einheiten sollen öffentlich geförderte Wohnungen werden. Bei dem Bau wollen die Architekten den bestehenden Standort des Garten- und Landschaftsbaus berücksichtigen und den Menschen mit Behinderung weiterhin ein Zuhause bieten. Es werden Doppelhäuser und mehrere zwei- bis dreigeschossige Mehrfamilienhäuser entstehen. Ein Teil der öffentlich geförderten Wohnungen soll den Klienten und Klientinnen von Stormarner Wege zur Verfügung gestellt werden.
Ein weiterer Teil soll für ältere Menschen mit Pflegebedarf und ein Teil für Menschen sein mit einem finanziellen Rahmen, der zum Wohnen in einer öffentlich geförderten Wohnung berechtigt. Zudem soll barrierearm gebaut werden, damit Bewohner mit einem körperlichen Handicap oder Pflegebedarf dauerhaft in ihrem Zuhause in ihrem Stadtteil bleiben können. Geplant ist die Umsetzung in drei Bauabschnitten. Der erste soll über eine Zuwegung über den Nelkenweg erschlossen werden und umfasst sechs Mehrfamilienhäuser und vier Doppelhaushälften – insgesamt 95 Wohneinheiten.

Wenig Belastung für Anwohner


Der zweite Bauabschnitt beinhaltet die Umstrukturierung des Bauernhauses als „Keimzelle“ des Projektes. Betreutes Wohnen bleibt erhalten. Zusätzlich fungiert das Bauernhaus als Quartierstreff mit Angeboten für Neu- und Altanlieger und wird Räumlichkeiten für das Quartiersmanagement bieten. Der dritte und letzte Bauabschnitt sieht 54 weitere Wohneinheiten – vier Mehrfamilienhäuser und vier Doppelhaushälften – im südlichen Teil der Baufläche vor. Die Zuwegung ist über den Bornberg geplant. Von Anfang an legen die Planer Wert auf Transparenz, bei der Infoveranstaltung waren alle Anwohner eingeladen. Für die Bewohner der an das Baugebiet angrenzenden Grundstücke soll die Belastung so gering wie möglich gehalten werden. Am Rand entstehen kleinere Neubauten, Zweifamilienhäuser. Die Mehrfamilienhäuser sind im nordwestlichen Bereich geplant. Thede: „In Abstimmung mit der Stadt wird die weitere Verfahrensweise in Kürze besprochen.“
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