„Eine Berufung mit Herzblut“

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Fabian Woggan ist seit Januar dieses Jahres der neue Gemeindewehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Trittau Foto: Pantelmann
 
Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Trittau Foto: Pantelmann

Fabian Woggan steht seit vier Monaten an der Spitze der Freiwilligen Feuerwehr in Trittau

Von Margret Pantelmann
Trittau
Seit Jahresbeginn ist Fabian Woggan Gemeindewehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Trittau und sagt voller Überzeugung: „Für die Bürger und die Sicherheit in Trittau verantwortlich zu sein, ist für mich Berufung mit Herzblut“. Seit 23 Jahren gehört der 35-Jährige der Feuerwehr Trittau an. Bevor er sich zum Wehrführer wählen ließ, durfte er als Stellvertreter zwei Jahre zuvor in dieses Amt „hineinschnuppern“, wie er bemerkt. Er wurde Nachfolger von Clemens Tismer, der sich nach 18 Jahren nicht wieder zur Wahl gestellt hatte. „Es ist eine große Schippe mehr Arbeit“, sagt Fabian Woggan, dem seine Leidenschaft für dieses Ehrenamt anzumerken ist. Doch seine Frau müsse jetzt noch mehr auf ihn verzichten, bedauert der Hauptbrandmeister drei Sterne, der beruflich im Staatsdienst beschäftigt ist. In den ersten 15 Wochen habe er schon 31 Einsätze gezählt. „So viel in so kurzer Zeit hatten wir noch nie. Obwohl wir keine besonderen Einsätze wie Flut oder Unwetter zu bewältigen hatten.“ Froh sei er darüber, dass viele Arbeitgeber tagsüber seinen Feuerwehrkameraden, zur Wehr gehören 60 Aktive, darunter sechs Frauen, bei Einsätzen von der Arbeit freistellen. Obwohl personell gut aufgestellt, könnte seine Wehr jede weitere helfende Hand gebrauchen. „Trittau wächst, und die Aufgaben wachsen mit“, betont er auch mit dem Hinweis auf seine Jugendfeuerwehr mit zurzeit 28 Jugendlichen. „Nachwuchs ist unsere Rückversicherung.“ Dankbar erwähnt er die hervorragende Zusammenarbeit mit der Gemeinde.

Hohes Maß an Wissen erforderlich



Das breite Spektrum an Einsätzen erfordert von der Feuerwehr ein hohes Maß an Kenntnis der möglichen Gefahren, der vielen Spezialgeräte und der Einsatztaktik. Die Feuerwehr Trittau gehört darüber hinaus zur Bereitschaft des Kreises mit dem Engagement von Einsatzkräften und dem Löschzug-Gefahrgut. So sind die Kameraden in sämtlichen Kreiseinheiten tätig. Zu den jährlich rund 90 Alarmierungen in Trittau, die sich mit der Erweiterung der Industriegebiete und durch ein erhöhtes Verkehrsaufkommen vermehren, kommen regelmäßige Übungsdienste, wöchentliche Pflege- und Wartungsarbeiten der Geräte, technische Lehrgänge, Ausbildung und Fortbildung der Kameraden, auch die immer umfangreicher werdende Verwaltungsarbeit und noch einiges mehr.
Zu allen Tages- und Nachtzeiten, sieben Tage in der Woche für die Feuerwehr bereit sein, setzt viel Verständnis von Arbeitgebern und Familienmitgliedern voraus. Meist ist es die fünffache Zeit von dem, was der Bürger wahrnimmt. In der FF mitmachen heißt, seine Freizeit in den Dienst einer guten Sache zu stellen. Als Zeichen der Würdigung mit der hohen Bedeutung des ehrenamtlichen Einsatzes gibt es Fördermitglieder und Spendenzuwendungen.

Verstärkung für Musikzug


Im Jahr 1881 mit 24 Mitgliedern gegründet, feierte die Freiwillige Feuerwehr Trittau 2001 zugleich das 25-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr sowie das 50-jährige Jubiläum vom Musikzug, der sich gern noch weitere Mitstreiter wünscht. „Alle, die ein Blasinstrument oder Schlagzeug spielen oder erlernen möchten, können gerne vor oder bei den Proben vorbeischauen“, ermutigt die stellvertretende Musikzugführerin Linda Loß. Der Musikzug probt mittwochs von 18.30 bis 20 Uhr im Gerätehaus Rausdorfer Straße
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