Einmal wie die Imker selbst Honig schleudern

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Peter Maibom zieht einen Wabenkasten heraus, dazu trägt er Schutzkleidung

Am 7. Juni geht‘s im Dorfmuseum rund. Je später das Jahr, desto aromatischer das Produkt

Trittau. Wer sich einem Bienenstock nähert, sollte immer erst einmal Ruhe bewahren. „Bienen sind eigentlich nicht angriffslustig, sie möchten nur ihrer Arbeit nachgehen und dabei nicht gestört werden“, erklärt Peter Maibom, der sich beim Imkerverein Trittau um die Öffentlichkeitsarbeit kümmert. Wer selbst einmal Honig schleudern möchte, sollte am Sonnabend, 7. Juni, 14 Uhr, ins Stormarnsche Dorfmuseum Hoisdorf (Sprenger Weg 1) kommen.
Imkern hat in der Region Trittau eine lange Tradition. Der Verein soll bereits im Frühjahr 1900 gegründet worden sein. Die 60 Mitglieder des Vereins treffen sich regelmäßig zum Erfahrungsaustausch.
Im Mai, wenn viele Pflanzen blühen, haben die Bienen besonders viel zu tun. Der ehemalige Gemeindevertreter Maibom ist eher zufällig zu den Bienen gekommen. „Eigentlich ist unser Sohn Jan der Imker in unserer Familie, doch momentan ist er beruflich sehr viel im Ausland unterwegs und ich vertrete ihn“, sagt der Pensionär.
Mittlerweile hat auch er seine Leidenschaft fürs Imkern entdeckt. „Ich halte immer etwa fünf bis acht Bienenvölker und mit den Schwärmen können es auch schon bis zu neun werden“, sagt Peter Maibom. Der Trittauer übernimmt regelmäßig Patenschaften und kümmert sich damit um den „Imker-Nachwuchs“.

Millionen Blüten nötig

„Um nach dem Schleudern ein Glas mit Honig zu füllen, müssen die Bienen ungefähr fünf Millionen Blüten bestäuben“, erklärt er. Bevor Maibom seinen Honig ernten kann, werden die Waben „entdeckelt“, den die „Honigmacherinnen“ vorher mit Bienenwachs verschlossen haben, um den Reifeprozess in Gang zu bringen. In wenigen Tagen kann der Trittauer dann den ersten Honig gewinnen. „Der im Frühjahr ist sehr hell – später zum Sommer wird er dunkler und aromatischer“, sagt er. Das letzte Schleudern des Jahres findet im Juli statt.
Um zu überleben, erhalten die Bienen nach der Honigentnahme als Ersatznahrung Zuckerwasser. „Damit kommen sie dann gut versorgt über den Winter.“
Jedes Bienenvolk hat eine Königin, ihr sind unzählige Arbeiterinnen unterstellt. Die etwas plumperen und größeren Drohnen sind die Männchen. Ihre Aufgabe ist neben der Stimulation des Volkes die Paarung mit der Königin. Da eine Biene nur eine Lebenserwartung von etwa 42 Tagen hat, muss die Königin für neue Brut sorgen und ständig Eier legen. Kommt sie ihrer Aufgabe nicht mehr nach, machen ihre Artgenossen nicht viel Federlesens: Die Königin wird getötet und durch eine Jungkönigin ersetzt. (msa)
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