Einzigartige Quelle

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Archäologische Grabungen im Ahrensburger Tunneltal Foto: Fischer

Tunneltal: Archäologen stellen ihre Ergebnisse vor

Von Finn Fischer
Ahrensburg
Das Ahrensburger Tunneltal hat eine spannende Geschichte, die bis in die späte Eiszeit zurück reicht. Das zeigten auch die neuen Grabungen in dem Gebiet im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsstudie zum geplanten Bau der S-Bahnlinie 4 von Hamburg nach Bad Oldesloe. Die Ergebnisse der Ausgrabungen im vergangenen Herbst werden nun in der Stadtbücherei vorgestellt. „Das Ahrensburg-Stellmoorer Tunneltal zählt zu den bedeutendsten archäologischen Denkmalen Schleswig-Holsteins“, sagt Ingo Clausen, Dezernatsleiter des Archäologischen Landesamtes. Für die Erforschung der frühen Besiedlungsgeschichte während der späten Eiszeit (ca. 12.700 bis 9.700 v. Chr.) sei das Tunneltal eine Quelle von internationaler Bedeutung. Der Referent ist erfahrener Spezialist für die altsteinzeitlichen Epochen der frühesten Besiedlungsgeschichte des Landes. Als Dezernatsleiter des Archäologischen Landesamtes Schleswig-Holstein berichtet er am Mittwoch, 20. April, um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei anschaulich über die neuesten Grabungsergebnisse im Ahrensburg-Stellmoorer Tunneltal. An den Ufern und in den Ablagerungen einstiger eiszeitlicher Seen sind archäologische Funde und Relikte der damaligen Flora und Fauna in ihrem Erhalt optimal konserviert. In ihrer reichen Vergesellschaftung in übereinander gestapelten, also zeitlich nacheinander aufgewachsenen Schichten, ermöglichen diese Relikte einzigartig die wissenschaftlich Erschließung der späteiszeitlichen Kultur-, Natur- , Klima- und Umweltentwicklung über mehrere Jahrtausende der späten Eiszeit hinweg. Innerhalb des nordeuropäischen Flachlandes ist diese Situation allein im Ahrensburg-Stellmoorer Tunneltal gegeben. „Im Zuge der Planungen der Deutschen Bahn AG zum Ausbau der S-Bahnlinie 4 von Hamburg nach Bad Oldesloe sind Teile dieser einzigartigen Denkmallandschaft betroffen“, so Ingo Clausen. Es wird eine Umweltverträglichkeitsstudie erstellt, welche die Auswirkungen des Infrastrukturprojekts auf Menschen, Tiere, Pflanzen, die biologische Vielfalt, Boden, Wasser, Luft, Klima, Landschaft, Kulturgüter, sonstige Sachgüter sowie die Wechselwirkung zwischen diesen Schutzgütern untersucht.
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