Endspurt an der Kirche

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Pastor Matthias Heitmann (l.) mit einem Arbeiter am Dachstuhl der Kirche Foto: cy

Sanierung in Trittau fast abgeschlossen. Pastor wechselt nach Hamburg

Von Cetin Yaman
Trittau. Mit einem Gottesdienst wurde die Martin-Luther-Kirche am vergangenen Sonntag feierlich wiedereröffnet. Seit Mitte Mai hatte die Gemeinde das Gebäude geschlossen. Das Eichenholz des barocken Dachstuhls, der aus dem 14. und 15. Jahrhundert stammt, war teilweise marode. Feuchtigkeit hat viele sogenannte „Schweller“ aufweichen lassen, diese mussten ausgetauscht werden.

Neue Orgel geplant

Weiterhin waren Maßnahmen an den Deckenwänden der Innenräume nötig. Zudem soll die Kirche 2016 eine neue Orgel erhalten. „Bis dahin wollten wir die Reparaturen alle erledigt haben. Wenn die Orgel eintrifft, kann das nicht mehr gemacht werden, für den Einbau wird eine möglichst staubfreie Umgebung benötigt“, erklärt Matthias Heitmann.

„Die Arbeiten waren nicht so einfach“ Pastor Matthias Heitmann

Bis auf einige Feinheiten ist nun alles erledigt. Die Innenwände wurden weiß gestrichen, vorher wurden sie neu verputzt und verspachtelt. „Die Arbeiten waren nicht so einfach“, sagt der Pastor. Da die Martin-Luther-Kirche unter Denkmalschutz des Landes und auch unter dem Denkmalschutz der Kirche steht, mussten bauliche Vorgaben bedacht werden. „Im Moment sind die Dachdecker dabei, die Süd- und Nordseite abzudecken“, erklärt Heitmann. Bis Ende Oktober werden sie damit fertig sein.“ Auch das Mauerwerk und die Fugen, die aus dem Jahr 1880 stammen, wurden generalüberholt. Im Innenraum war ebenfalls die Restaurierung des Holzes am wichtigsten. Experten aus Wedel reinigten das Material. „Es ist jetzt deutlich heller, die ursprünglichen Ornamente, rote und grüne Linien, sind wieder erkennbar“, erklärt der Pastor der Gemeinde. Ebenso wurden die Leuchtmittel modernisiert, die Kirche wird jetzt mit LED-Lampen beleuchtet. „Sie erzeugen ein wärmeres Licht, außerdem sind sie blendfrei, optisch ein sichtbarer Vorteil“.

Kosten: 300.000 Euro

„Wir haben uns an die Regeln gehalten, alle Gewerke offiziell ausgeschrieben und uns mehrere Angebote eingeholt.“ Bei zwei Gewerken waren besondere Anforderungen nötig. Das haben wir Betrieben anvertraut, die Erfahrungen mit historischer Restauration haben“, sagt der Pastor. Mit der Projektleitung, der Architektin Christiane Johannsen war Heitmann zufrieden. „Wir waren immer in guten Händen. Sie hat stets den Überblick behalten.“

„Eine Dachstuhlsanierung ist vorher schwer einzukalkulieren“ Matthias Heitmann

300.000 Euro waren für die Arbeiten veranschlagt. Was die Modernisierung genau gekostet hat, darüber gibt Heitmann keine Auskunft. Alles sei einigermaßen im Rahmen, sagt er nur „Eine Dachstuhlsanierung ist vorher schwer einzukalkulieren, weil man erst während der Arbeit sieht, was alles zu tun ist“, erklärt er.

Heitmann arbeitet künftig in Rahlstedt

Finanzielle Unterstützung für die Dachstuhlsanierung erhielt die Gemeinde von der Landeskirche Kiel, zudem wurden Gelder beim Kirchenkreis Hamburg-Ost beantragt. Der Rest wurde aus Rücklagen der Kirche finanziert. Die finale Fertigstellung der Modernisierung der Kirche wird Matthias Heitmann allerdings gar nicht mehr vor Ort erleben können. Anfang Oktober wechselt der Hamburger in eine Einrichtung nach Hamburg-Rahlstedt, wo er in der Altenseelsorge tätig sein wird.
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