Engagiert seit 140 Jahren

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Bürgermeister Michael Sarach (l) und Bürgervorsteher Roland Wilde (r) gratulierten dem 1. Vorsitzenden Peter Wendt zum 140. Geburtstag des Bürgervereins Foto: cs

Ahrensburger Bürgerverein feierte mit Gästen Geburtstag im Rathaus

Von Christina Schlie
Ahrensburg Mehr als 100 der 420 Mitglieder und Gäste waren vergangenen Freitag ins Foyer des Rathauses gekommen, um das 140-jährige Bestehen des Bürgervereins zu feiern. Das gesellige Leben, unterhalten und belehren, das waren 1874 bei seiner Gründung die Ziele des Vereins. Seit 140 Jahren steht das Wohl der Bevölkerung an oberster Stelle.
„Dieser Geburtstag zeigt in hohem Maße die Identifikation der Bürger der Stadt mit dem Verein“, sagte Bürgermeister Michael Sarach. Die Verschönerung der Stadt, Straßenpflege, gemeinsame Aktivitäten und Kontaktpflege waren schon zu Gründungszeiten bedeutsame Themen. So ist in der Vereinschronik als erste Anschaffung der Kauf eines Kartenspiels vermerkt. Zum Ende des 19. Jahrhunderts begannen Mitglieder sich politisch zu engagieren, nach kurzer Zeit ließen die Ehrenamtler aber davon ab. Trotzdem ist der Verein als starke Interessenvertretung in der Gesellschaft der Schlossstadt nicht mehr wegzudenken.
Mehr als 100 Veranstaltungen pro Jahr wie Wanderungen, Radtouren, Vorträge, Spieleabende, Ausflüge oder Feste initiieren die engagierten Ahrensburger. „Der Verein ist eine Anlaufstelle für Menschen, die gern in Gesellschaft leben“, sagt Vorsitzender Peter Wendt. „Die meisten Mitglieder leben im Ruhestand, brauchen aber eine Aufgabe“
Doch das Engagement des Vereins richtet sich an jung und alt. „Das ist wichtig, sonst läuft der Verein irgendwann Gefahr zu überaltern“, sagte Sarach. „Tradition sollte auch für den Nachwuchs eine Rolle spielen. Es ist allerdings in der heutigen Zeit nicht einfach, Familie, Beruf, Freizeit und Vereinsleben unter einen Hut zu bringen“, so Peter Kahlert, zweiter Vorsitzende des Vereins. An Fortschrittlichkeit mangelte es dem Bürgerverein aber noch nie. Bereits Anfang des
20. Jahrhunderts, ließ der Verein Frauen als Mitglieder zu. Als das Rondeel vor 25 Jahren zur Fußgängerzone wurde, errichtete der Bürgerverein im Advent den ersten Glühweinstand. Die Vereinsfreunde organisieren Hilfsprojekte in die Partnerstädte und pflanzen Krokusse auf der Schlossparkinsel. Bürgervorsteher Roland Wilde sagt: „In einer Zeit des verstärkten Individualismus und Egoismus ist es umso wichtiger, den Blick über den privaten Tellerrand zu wagen und sich für andere einzusetzen.“
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