Entwurf der neuen Orgel vorgestellt

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Die Jungen und Mädchen des Kinder-Jona-Chores sangen das eigens komponierte Orgellied , in dem sie „alle Register ziehen“. Fotos: bm

Instrument kostet 300.000 Euro, Spender gesucht

Trittau. Nach dem Gottesdienst am vergangenen Sonntag in der Martin Luther-Kirche stellte der dafür gegründete Orgelbauverein den Entwurf der Firma Weimbs aus Hellenthal bei Köln für die neue Orgel vor.
Das Instrument wird schmaler im Aufbau und stilistisch an die Neugotik in der Kirche angepasst. Zudem wird die Orgel in der Holzfarbe heller als das sonst in der Kirche vorherrschende Dunkelbraun.
Sie hat 19 Register verteilt auf zwei Manuale, bekommt auch ein „barockes Spielzeug“, den „Zimbelstern“.
„Ich freue mich, wenn das kleine Glockenspiel zu Ostern oder Weihnachten das erste Mal erklingt“, sagte Kantorin Barbara Fischer begeistert. Zudem gibt es ein Schwellwerk mit Jalousien, um den Klang rauszulassen oder wegzunehmen. Das war wichtig für die Kantorin, da in der Kirche oft gemeinsam mit den Chören musiziert wird.
Kreispräsidentin Christa Zeuke und der Oboist Thomas Rohde von der Hamburger Staatsoper sind Schirmherren des Projekts. Beide werben fleißig in ihren Wirkungskreisen um Spenden und enthüllten den Entwurf.
Orgelbaubauer Frank Weimbs erläuterte die vielen Fragen zu den Pfeifen und dem Aufbau der Orgel. Sie wird ein Stück weiter vorgerückt, damit der Klang den Kirchenraum besser ausfüllt.
Ab sofort können alle Bürger die Anschaffung der neuen Orgel mit Orgelpfeifenpatenschaften unterstützen. 50 bis 750 Euro kann man ausgeben, Anträge liegen in der Kirche aus oder können, wie alle weiteren Informationen zum Projekt, unter www.kirche-trittau.de herunter geladen werden. Insgesamt werden 960 Patenschaften vergeben.
Karen Bollow, Vorsitzende des 2010 gegründeten Orgelbauvereins, lobte das bisherige Engagement der Bevölkerung. Einen Riesenscheck überreichte gleich während der Veranstaltung Helmut Bäuerle von den Lions, die während der Gewerbeschau kürzlich Spenden eingeworben hatte. 3000 Euro Nettoerlös kamen dabei heraus, die von einem Mitglied, das nicht namentlich genannt werden wollte, noch um 2000 Euro aufgestockt wurde. Somit liegen die bislang erreichten Spenden bei 40.000 Euro. Kantorin Barbara Fischer ist zuversichtlich, den Kaufpreis der Orgel von 300.000 Euro in fünf Jahren zu erreichen.
„Vielleicht gewinnen wir noch den Wettlauf mit der Elbphilharmonie“, scherzte Thomas Rohde, doch Frank Weimbs bremste ihn gleich: „Die Lieferzeit beträgt drei Jahre“.
Firma Weimbs führt jetzt das Planverfahren für die Kirchengemeinde durch und beginnt in den eigenen Werkstätten mit dem Bau. Nach Fertigstellung wird die Orgel komplett einmal wieder ab und in Trittau wieder aufgebaut und auch erst dort intoniert.
„So können wir uns den klanglichen Besonderheiten vor Ort anpassen“ erklärte Weimbs. Ein bekannter Trittauer, Arno Surminski, war auch gekommen und ergriff das Wort. Er sprach vor allen den ältern Mitbürgern aus der Seele als er darum bat, die alte Orgel „würdig zu bestatten“. „Zu ihren Klängen wurde ich konfirmiert, da hängen gerade für uns Ältere viele Erinnerungen dran“, betonte er. (bm)
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