Europa-Wahlen – darum geht es

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Reimer Böge (CDU), 62, Landwirt aus Hasenmoor

24 Parteien treten am Sonntag an. In Stormarn bekam 2009 die CDU die meisten Stimmen

Stormarn. Am kommenden Sonntag, 25. Mai, von 8 bis
18 Uhr, können etwa 180.000 Wahlberechtigte im Kreis Stormarn sich an der Wahl des Europaparlaments beteiligen.
Georg Tuscher, in der Kreisverwaltung für Europaangelegenheiten zuständig: „Das Europäische Parlament wird für die Dauer von fünf Jahren gewählt.“ Aus Schleswig-Holstein sitzen derzeit Reimer Böge (CDU), Ulrike Rodust (SPD), Britta Reimers (FDP) und Jan Philipp Albrecht (Grüne) in der Volksvertretung, die in Straßburg ihren Sitz hat, jedoch regelmäßig bei Ausschüssen in Brüssel arbeitet. Sie haben auch bei dieser Wahl gute Chancen im Amt zu bleiben. Die Wähler stimmen jedoch nicht über eine Person ab, sondern geben ihr Kreuz einer Partei. Insgesamt 24 stellen sich zur Wahl. Die CDU tritt mit einer Landesliste an, alle anderen Parteien mit einer Bundesliste. Deutschland stellt 96 der insgesamt 751 Europaabgeordneten. Insgesamt sind rund 350 Millionen Europäer in 28 Ländern wahlberechtigt.
Viele Bürger wissen nicht, was das Europaparlament macht und welche Auswirkungen die Entscheidung auf ihre Region haben. Dementsprechend niedrig war die Wahlbeteiligung bei der Europawahl 2009. Im Kreis Stormarn lag sie bei knapp 40 Prozent. Fast doppelt so viele, also etwa 74 Prozent aller Wahlberechtigten, wollten bei der Bundestagswahl 2013 mitentscheiden.
Nur wenigen ist klar, dass die Abgeordneten zum Beispiel für die Abschaffung der Roaming­ Mobilfunkgebühren in Europa abstimmten oder Richtlinien für die Herstellung von Spielzeug festlegen. Ein weiteres Arbeitsfeld des Parlaments ist die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen.

Kleine Parteien hoffen

Spannend bleibt, welche Partei am kommenden Sonntag die meisten Stimmen erhält. Bei der Europawahl 2009 lag die CDU in Stormarn mit 37,6 Prozent vor der SPD (23) und den Grünen (14,8). Die FDP erreichte 14 Prozent.
In Ahrensburg gingen 10.797 von 24.835 Wahlberechtigen zur Stimmabgabe. 35,2 Prozent der Bürger wählten die CDU, 22,8 Prozent stimmten für die SPD, 19,2 Prozent für die Grünen sowie 12,8 Prozent für die FDP.
In Bargteheide waren die Ergebnisse ähnlich. Hier stimmten 4.873 aller 11.603 Wahlberechtigen ab. 36 Prozent ihrer Stimmen gingen an die CDU, 24 Prozent an die SPD, 16,6 Prozent wählten die Grünen, für die FDP waren 13,5 Prozent.
Bei der Europawahl in Deutschland gilt dieses Mal keine Sperrklausel. Deshalb rechnen sich auch die Alternative für Deutschland (AfD) und die Freien Wähler Chancen aus, ins Europäische Parlament einzuziehen. Spitzenkandidatin bei der AfD Schleswig-Holstein ist Ulrike Trebesius (Platz 6). Harald Klix (Platz 8) tritt für die Freien Wähler in Schleswig-Holstein an. (wb)

Erste Wahlergebnisse unter sind am Sonntag ab 18.45 Uhr einsehbar unter www.kreis-stormarn.de/kreis/wahlen/europa.html
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