Fast wie „To Hus“: Wohnheim wurde saniert

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Valerie Lorenzen präsentiert stolz ihr neues Bad in Türkis und Hellblau

Der Umbau kostete 800.000 Euro. Bewohner freuen sich über Farben und mehr Komfort

Bargfeld-Stegen. Die Wände strahlen in türkis und hellblau. Der Fußboden ist mit modernen weißen Fliesen ausgelegt. „Es ist ein bisschen, wie in einem Hotel, alles sehr komfortabel“, freut sich Valerie Lorenz, Bewohnerin der Einrichtung ToHus. Ihr Badezimmer wurde in den letzten Wochen komplett saniert. Für die 46-Jährige ein Zugewinn an Lebensqualität. Seit acht Jahren lebt die Frau aufgrund einer psychischen Erkrankung im Wohnheim.
Ihre Nachbarin vermisst ihre Badewanne, die seit der Renovierung weg ist.
„So ein Bad war immer sehr romantisch“, Sanja Vidovic.
800.000 Euro hat die ToHus gGmbH in den Umbau des Psychosozialen Wohnheims investiert. Neben der Neugestaltung der Bäder wurde die Außenfassade gedämmt, neu verputzt und gestrichen, Wasserleitungen saniert und der Eingangsbereich aufgestockt und mit einer neuen Wendeltreppe versehen. Auch die Flure zu den
24 Appartements erhielten einen neuen Fußboden und einen Wandanstrich.
„Die alten Bilder passten nicht mehr“, erzählt Silke Knauf, Ergotherapeutin in der Einrichtung. „Wir gestalten jetzt mit dynamischen Wand-Tattoos, die Bewegung vermitteln sollen.“ Das Treppenhaus ist leuchtend Rot.
Das Psychosoziale Wohnheim ist nicht nur optisch auf dem neusten Stand, auch das Miteinander wird hier sehr modern gestaltet. „Von Beginn der Bauplanung an wurde darauf geachtet, die Bewohner intensiv zu beteiligen“, so Jasme König, Leiterin der Einrichtung. Bei den Badfliesen hatten die Klienten die Wahl zwischen drei verschiedenen Farben, so dass auch der eigene Geschmack zu Ausdruck gebracht werden konnte. In einer Hausversammlung informierten die Architekten vorab über Details.
Sechs Monate Bauzeit
In einem halben Jahr wurde das Großprojekt in die Tat umgesetzt. Für viele Bewohner keine ganz leichte Zeit, mussten sie doch für die Bauphase in ihrem Appartement in einen Wohncontainer umziehen.
„Der Lärm und Dreck haben mich schon sehr belastet“, so die 44-Jährige Sanja Vidovic.
Als eine der wenigen Einrichtungen verfügen alle Appartements im ToHus über ein eigenes Bad und eine Küchenzeile. „Hier wurden die Dunstabzugshauben erneuert. Vorher fuhr ständig der Feuerwehr auf den Hof, da der Qualm die Rauchmelder ausgelöst hatte“, erzählt König.
Eigenständiges Leben
Das eigenständige Leben im den eigenen vier Wänden – die auch selbstständig sauber gehalten werden müssen – soll die Bewohner auf ihren Weg nach dem Wohnheim vorbereiten. Mit einem Tag der offenen Tür, Live-Musik und verschiedenen Ansprachen soll die abgeschlossene Renovierung am heutigen Mittwoch, ab
12.30 Uhr gefeiert werden. (cs)
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