Für Notfälle im Wald

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Feuerwehrmann Michael Prang zeigt den Rettungspunkt, der am Großensee aufgestellt wurde Foto: fp

600 Rettungspunkte sollen die Orientierung erleichtern

Von Frauke Pöhlsen
Großensee. Um Spaziergänger, Jogger oder Pilzesammler im Notfall so schnell wie möglich zu finden, stellt die Landesforstverwaltung Schleswig-Holstein derzeit sogenannte Rettungspunkte in den Landeswäldern auf. Auch beim Waldstück Karnap am Großensee haben Mitarbeiter der Fortsverwaltung einen Holzpfahl, auf dem ein Schild mit einer Registiernummer angebracht ist, in den Boden gerammt. Ein weiterer Punkt wurde am Trittauer Mönchsteich aufgestellt.
Insgesamt 600 Rettungspunkte, wurden an Stellen im Wald platziert, die am häufigsten betreten werden. All diese Punkte in den Landesforsten des Kreises Stormarn sind im Einsatzleitrechner der Rettungsleitstelle Bad Oldesloe hinterlegt. Personen, die sich verletzen oder erkranken, können einen Notruf mit Angabe des nächsten Rettungspunktes abgeben. Diese Nummer hilft den Rettungsfahrzeugen bei einer zügigen Standortbestimmung.
„So geht im Ernstfall keine wertvolle Zeit verloren“, hofft Michael Prang (64). Der stellvertretende Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Großensee erinnert sich an einen Fall, wo so ein Rettungspunkt hilfreich gewesen wäre. Vor wenigen Monaten stürzte eine Frau aus Travemünde abseits der Hauptwege und brach sich in dem unwegsamen Gelände den Oberschenkelhalsknochen. Als sie die Rettungskräfte alarmierte, konnte sie ihren Standort nicht genau durchgeben. „Die Suche dauerte eine Weile“, erinnert Prang sich. „Mit Angabe des Rettungspunktes wären wir möglicherweise schneller am richtigen Ort gewesen.“
Ursprünglich sollten die Rettungspunkte die Versorgung von Waldarbeitern in Notsituationen verbessern, denn die Wegbeschreibung im Wald ist oft schwierig. Nun sind sie auch für den Rest der Bevölkerung hilfreich. Anne Ameskamp, die mit ihrem Hund Paul oft im Waldstück Karnap spazieren geht, hat den Vorteil sofort erkannt. „Den Rettungspunkt am Waldeingang habe ich mit dem Handy fotografiert“, sagt die Hundebesitzerin. „Sicher ist sicher. Wenn etwas passiert, habe ich die Nummer so sicher parat.“
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