Fußballcoach in Südafrika

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Miriam Schacht auf dem Platz ihres Vereins, dem JuS Fischbek. Sie wird ab September sozial schwachen Kindern in Südafrika Fußballspielen beibringen Foto: fnf

Oldesloerin will mit Mädchen kicken und hat Ausrüstungsspenden dabei

Von Finn Fischer
Fischbek/Bad Oldesloe
Bundesliga-Trikots, Sporthosen und Fußbälle hat Miriam Schacht in den letzten Wochen gesammelt. Die 19-jährige Bad Oldesloerin, die beim JuS Fischbek kickt, fliegt Mitte September nach Südafrika. Drei Monate lang wird sie dort sozial benachteiligten Kindern, im Alter zwischen vier und zwölf Jahren, Fußballtraining geben.Sie sucht nur noch einen Sponsor, der ihr den Transport der Ausrüstung finanziert.

Die Welt sehen und etwas Sinnvolles tun



„Ich wollte nach der Schule schon immer ins Ausland, etwas von der Welt sehen und dabei auch was Sinnvolles machen“, sagt sie. Viele Altersgenossen zieht es nach Australien, Neuseeland, Kanada oder die USA. „Ich wollte in ein Land, dass sich etwas mehr von der europäischen Kultur unterscheidet“, so Miriam Schacht. Dass gleichzeitig mit dem Anspruch, etwas Gutes zu tun. So fiel ihre Entscheidung auf Südafrika. Über das Internet suchte sie nach Möglichkeiten, stieß schnell auf die Organisation „Live & Learn“, die als Vermittler fungiert. So kam ein Kontakt zu einer Fußballschule zustande, die mit Freiwilligen Fußballtraining für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche organisiert. „Gerade Mädchen haben dort eigentlich keine Möglichkeit, Fußball zu spielen. Das ist nicht populär und gilt dort als nicht weiblich. Auch allgemein machen Mädchen und Frauen dort sehr wenig Sport“, sagt die leidenschaftliche Fußballspielerin, die früher für den FFC Oldesloe auf dem Feld stand und jetzt beim JuS Fischbek spielt. „Das kann ich natürlich nicht als Einzelperson ändern – aber vielleicht ein bisschen dazu beitragen, dass sich dieser Vorbehalt ändert.“
Seit Wochen bereitet sich die engagierte Oldesloerin auf ihren Auslandsaufenthalt vor. Sie warb bei Firmen und auch beim Deutschen Fußballbund (DFB) um Unterstützung für das Projekt. Der spendete direkt kistenweise Originaltrikots und Sporthosen der Nationalmannschaft. Auch von Fielmann gab es Unterstützung in Form von zehn Fußbällen. „Wenn man von den Ladenpreisen ausgeht, ist das ein Gesamtwert von mehreren tausend Euro“, freut sich die 19-Jährige. Mit so viel Ausrüstung hatte sie dann doch nicht gerechnet. So stellt sich nun die Frage nach dem Transport. „Ich muss Platz in einen Container mieten und hoffe, dass sich Menschen finden, die finanziell etwas beitragen können“, sagt die Abiturientin. Wer helfen möchte, kann Miriam Schacht erreichen (miriam-schacht96@gmx.de). Am 14. September fliegt sie los. In Afrika wird sie mit anderen Freiwilligen in einer WG leben. „Das ist alles schon sehr aufregend“, sagt Miriam.
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