Gebäude werden saniert

Anzeige
Heinke Mulsow, Mitarbeiterin der Verwaltung, steht vor dem Großhansdorfer Rathaus. Dies wie 13 weitere Gebäude der Gemeinde müssen energetisch saniert werden Foto: ks

Großhansdorf will Heizkosten sparen. Beschlüsse 2014

Von Klaus Schlichtmann
Großhansdorf. Der lange kalte Winter, gestiegene Energiepreise und veraltete, lückenhafte Wärme-Isolierungen an 14 öffentlichen Gebäuden kosten die Gemeinde so viel Energiekosten wie nie zuvor. Die Jahresrechnung für das Verbrauchsjahr 2013 wird zwar erst Ende Januar erwartet, doch schon jetzt ist klar: Es muss etwas passieren. 17.000 Euro betrugen 2012 allein die Heizkosten für das Rathaus. Das waren 5000 Euro mehr als im Vorjahr. Daher bringt die Verwaltung jetzt gleich zwei Klimaschutz-Konzepte in Großhansdorf auf den Weg .
„Zum Einen geht es um die energetische Sanierung aller öffentlichen Gebäude, die vor 1995 gebaut wurden“, erklärt Heinke Mulsow (44), die in der Verwaltung für Umweltangelegenheiten zuständig ist. „Dazu gehören das 52 Jahre alte Rathaus, der Bauhof, die Friedhofsbauten sowie der Waldreitersaal und vor allem unsere vier Schulen.“ Im Rathaus ist der Wärmeverlust im verglasten Eingangsbereich besonders hoch, bei den Schulen sind die wesentlichen Schwachstellen vor allem die Flachdächer. Für die Sanierung dieser Gebäude, die auf fünf Jahre angelegt ist, soll jetzt ein Fachbüro mit den Untersuchungen und der Kostenermittlung beauftragt werden. Heinke Mulsow, die Ingenieurin und Landschaftsgärtnerin ist, sagt: „In dieser Anfangsphase wird das Konzept mit
14.400 Euro vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in befördert, den gleichen Betrag müssen wir beisteuern. An den eigentlichen Sanierungskosten beteiligt sich der Bund leider nicht.“
Schüler helfen
Nach Informationen von Bürgermeister Janhinnerk Voß stehe die Gemeinde bei der Umsetzung des Konzeptes aber noch ganz am Anfang. Zunächst müsse die Verwaltung den Verbrauch dokumentieren, um später Vergleichsdaten zu haben. In der zweiten Hälfte des kommenden Jahres soll dann in den politischen Gremien entschieden werden, welche energetischen Sanierungen, wo und wann vorgenommen werden. Parallel zu diesen Liegenschafts-Planungen wird seit Schuljahresbeginn an den zwei Grundschulen, dem Gymnasium sowie der Gesamtschule, mit rund 1750 Schülern, das sogenannte Fifty-Fifty-Konzept realisiert. „Hier geht es im Wesentlichen um das Schaffen von Umweltbewusstsein unter den Schülern, um einen sensiblen Umgang mit Energie, Wasser und Abfällen“, erklärt Heinke Mulsow. „Am Ende soll dabei aber auch herauskommen, dass alle Strom- und Heizkosten sparen, im besten Fall etwa 15 Prozent weniger verbrauchen.“ Heinke Mulsow nennt Beispiele: „Ein Raum, der nur selten benutzt wird, muss nicht ständig beheizt werden. Licht muss nicht unnötig brennen, die Heizanlage sollte optimal und damit energiesparend eingestellt sein.“ Dieses Konzept läuft bis zum 31. August 2016 und wird vom Bundesministerium mit 21.450 Euro gefördert - immerhin 65 Prozent der Kosten. „Fifty-Fifty“ verdankt seinen Namen übrigens der Aufteilung des Geldes, das durch reduzierte Energiekosten eingespart wird: Die Hälfte bekommt das beratende Fachbüro, 40 Prozent gehen an die Schule und über zehn Prozent kann sich der jeweilige Hausmeister freuen.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige